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Highlight: Rammstein-Countdown: Alles, was wir über das neue Album und die Tour wissen

PERFORMANCE: Was steckt hinter der Faszination für Rammstein?

Der Keyboarer Flake Lorenz erinnert sich an ein Konzert in Buenos Aires, das Rammstein vor vielen Jahren im Vorprogramm von Kiss gaben. Das Publikum war für argentinische Verhältnisse ungewöhnlich generös, wurde ihm später gesagt: Anders als andere Vorgruppen wurden die deutsche Band nicht nach zwei Songs mit Müll beworfen und von der Bühnen gebuht. Sogar Gene Simmons fiel das auf: Der Sänger erlebte nie einen Auftritt einer Vorgruppe, weil er ja geschminkt werden musste. Aber diese Rammstein machten ihm Eindruck.

Es ist ein Theater der Grausamkeit

Seit sie in den späten 90er-Jahren mit amerikanischen Bands wie Limp Bizkit und Blink-182 in großen Hallen auftraten, haben sich die Dimensionen geändert: Längst spielen Rammstein in aller Welt in Stadien, bei den größten Open-air-Festivals und in Amphitheatern. Die Zuschauer verstehen vielleicht nur wenige Wörter, die Till Lindemann singt – aber die Show, der Feuerzauber, die Bühneninszenierung und die Filmprojektionen sind eine Bildsprache, die alle verstehen: Es ist ein Theater der Grausamkeit und der grobianischen Gesten, der Komik und der Bizarrerie. Die schiere Wucht ihrer Musik konveniert mit Szenen aus Schauermärchen, Gruselphantasien und Alpräumen. Man könnte sagen: das kollektive Unterbewusstsein – eine Horrorschau.

Ein Understatement der Gigantomanie

David Lynch hat 1997 einige Songs der damals kaum bekannten Band für den Soundtrack von „Lost Highway“ verwendet, was schon darauf hinweist, dass ihre Kunst im Surrealismus liegt. Aber wenn es brennt, dann wird es auch richtig heiß, und Till Lindemann wurde bei einem Flammen-Akt schon mal verletzt. Das Spiel mit dem Feuer ist nicht bloß Metapher.

Das jüngste Rammstein-Album, in diesem Jahr nach langer Pause erscheinen, zeigt auf dem Cover ein schlichtes Streichholz: ein Understatement der Gigantomanie. Die anschließende Tournee sprengte dann alle Dimensionen: Nach wenigen Minuten waren alle Karten verkauft. Nicht einmal Gene Simmons hätte noch ein Ticket bekommen.

Der International Music Award wird erstmals am 22. November in Berlin vergeben.

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Stream-Tipp: Rammstein „Paris“ und „Rammstein in Amerika“ auf Amazon Prime

Rammstein im Stream: Wie die Band auf Facebook vermeldete, gibt es die Filme „Rammstein: Paris“ und „Rammstein in Amerika“ nun auch auf Amazon Prime. „Come on, baby – c'est, c'est, c'est la vie!“, schreiben Rammstein dazu. Rammstein: Paris >>> auf Amazon Rammstein in Amerika >>> Film >>> Doku  
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