Patrick Wolf in den Städten: Neuer Clip „The City“

Sich von Wikipedia „inspirieren“ zu lassen, ist eine äußerst ansteckende Krankheit unter Journalisten. Ich habe mich erst heute morgen wieder infiziert, als ich bei der Recherche auf eine ganze Seite zum neuen Patrick-Wolf-Album „Lupercalia“ stieß. Grund für meine perfide Neugier war das Video zum vorab veröffentlichten „The City“. Schon im vergangenen Herbst war es Wolf, der uns mit der Single „Time Of My Life“ die Redaktionsmünder wässrig machte, einem Song mit himmlischem Sing-Along-Chorus und Streicherarrangements, die auch der Soundtrack eines neuen Wong-Kar-Wei-Films sein könnten. Ein unwiderstehlicher Ohrwurm, wie man ihn selten bis nie im Radio hört. Warum nur, warum? Zu wenig Superhit? Das kann’s nicht sein.

Vielleicht jedoch gelingt Wolf mit „Lupercalia“ nun endlich der große Erfolg, die eine bahnbrechende Hitplatte. „The City“ nährt diese Hoffnung auf jeden Fall. Im Video ist Sommer, junge Menschen tanzen am Strand und sexuelle Präferenzen sind so egal wie vielfältig. Wolf verbindet seine Themen mit einer Leichtigkeit und melodischem Gespür, die jeden Popproduzent grün vor Neid lassen wird: Ach, wenn es doch nur einmal so wäre. Man muss sicher kein Hellseher sein, um zu wissen, dass allein diese zwei Songs raffinierter sind als alles, was Lady Gaga jemals aufnehmen wird.

Tja, wenn, wenn, wenn… Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär‘, wär‘ mein Vater Millionär. Und wenn der gemeine Musikritiker endlich wieder Musik hören würde, statt sich vergeblich an eingebildeten Popphänomenen abzuarbeiten, tja, an dem Tag könnte Patrick Wolf die Hitparaden und Plattenverkaufsstatistiken dieser Welt anführen. Das sollte allerdings rasch geschehen. „Lupercalia“ erscheint im April.

Video zu „The City“

Und das Lyric-Video zu „Time Of My Life“


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Der 49-jährige Komponist und Tontechniker hat die Arbeit der Beatles schon in jungen Jahren verfolgt und eine Reihe erfolgreicher Bücher über die Band geschrieben. So zum Beispiel "Deconstructing Sgt. Pepper", "Looking Through A Glass Onion" über das "White Album" und "Tomorrow Never Knows" über "Revolver". Für ihn steckt die lebenslange Faszination hinter seinem Schaffen: "Ich habe mal einem Highschool-Freund erzählt, was ich jetzt mache, und er meinte bloß 'Oh, ich dachte mir schon immer, dass du so etwas machen würdest'". Freimans Begeisterung fokusiert sich dabei klar auf die Musik: "Wenn mir jemand erzählt 'Ich habe eine Servierte, die John Lennon…
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