Protest gegen umstrittenen Freispruch: Stevie Wonder möchte nicht mehr in Florida spielen


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Stevie Wonder möchte vorübergehend nicht mehr im amerikanischen Bundestaat Florida auftreten. Damit will der 63-Jährige auf den Freispruch im Prozess um den Tod des 17-jährigen Trayvon Martin reagieren, der in den vergangenen Tagen in den Vereinigten Staaten hohe Wellen geschlagen hatte.

Bei einem Auftritt in Quebec City am Sonntag sagte Wonder, dass sein Boykott anhalte bis der Staat das sogenannte „Stand Your Ground“-Gesetz abgeschafft habe, welches in Gefahrensituationen erlaubt, jedwede Gegenaktion auszuüben wenn nur zuvor das Gefühl einer Bedrohung bestanden habe. Das Gesetz wird von vielen als Grund für den umstrittenen Freispruch Zimmermanns angeführt.

Der 17-jährige Trayvon Martin war am Abend des 26. Februar 2012 vom 28-jährigen Bürgerwehr-Mitglied George Zimmermann erschossen worden. Im Prozess um die Tat hatte Zimmermann ausgesagt, dass er sich durch den schwarzen Teenager bedroht gefühlt und aus Notwehr gehandelt habe. Die Geschworenen – sechs weiße Frauen und eine Schwarze – sprachen ihn daraufhin frei. Das Urteil hatte eine Debatte über den Rassismus in den USA und große Massenproteste ausgelöst.

Neben Stevie Wonder reagierten viele verschiedene Stars wie Tom Morello, Chuck D, Nicki Minaj, Katy Perry und Rihanna auf den Freispruch mit Twittermeldungen wie „This is the saddest news ever!!!“ (Rihanna) oder „We should take a long look in the mirror, we need REAL change“ (Katy Perry).

Hier Stevie Wonders ganzes Statement im Video, gefilmt von einem Konzertbesucher: