Pussy Riot: Protest gegen Tech-Hilfe für Russlands Armee

Die maskierte Gruppe besetzte jüngst ein Manhattaner Büro – die Firma reagierte trotzig.

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Pussy Riot hat am Freitag (27.03.) die Manhattaner Büros der Netzwerkkomponentenfirma Ubiquiti besetzt, um gegen die „Rolle des Unternehmens bei Russlands militärischer Aggression gegen die Ukraine“ zu protestieren, wie die Gruppe in einer Erklärung mitteilte.

In einem Video erklärte Pussy-Riot-Mitglied Nadya, wie das russische Militär auf Ubiquiti angewiesen sei, um mit Truppen an der Front zu kommunizieren – und damit „Tausende dokumentierte Kriegsverbrechen der russischen Armee“ unterstütze.

„Seit der Abschaltung von Starlink hat das russische Militär nur noch wenige Kommunikationsoptionen auf dem Schlachtfeld. Laut Präsident Selenskyj suchen die Russen nach Alternativen und werden sie aufbauen. Frustrierte russische Soldaten riefen aus: ‚Uns bleiben nur noch Funkgeräte, Kabel und Tauben’“, heißt es in der Erklärung von Pussy Riot.

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Ubiquiti als Ersatz für Starlink

Doch Ubiquitis Hardware habe sich als bevorzugter Ersatz etabliert. „Unzählige Einheiten sammeln mittlerweile Geld für diese Weitstreckenbrücken, die Kommunikation bis zu 15 Kilometer an die Front übertragen. Es gibt Tausende dokumentierte Fälle von Kriegsverbrechen der russischen Armee. Angriffe auf Zivilisten, Ermordung von Kriegsgefangenen, Vergewaltigung von Frauen, Zivilistinnen und Gefangenen, Massengräber. Die Liste ist lang.“

Die maskierte Gruppe versammelte sich am Freitag vor Ubiquitis Firmensitz, um gegen das Unternehmen zu demonstrieren und drei Forderungen zu stellen. „US-Sanktionen einhalten, den Einsatz durch die russische Armee anerkennen und mit der Ukraine zusammenarbeiten, um diesen Einsatz zu unterbinden.“

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Kurz nach dem Protest teilte Pussy Riot mit, Ubiquiti habe auf ihre Forderungen reagiert. Das Partnerunternehmen Square hat „den Account deaktiviert, über den wir T-Shirts bei unseren Gigs verkaufen“. „Sie gehen gegen russische feministische Aktivistinnen im Exil vor, aber nicht gegen russische Kriegsverbrecher. Cringe“, schrieben sie in den sozialen Medien.

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil