Queen Elizabeth II. ist tot: Songs über die Queen


von

Sie hat die Beatles empfangen und Bob Geldof für „Live Aid“ gelobt – Morrissey schrieb ein hämisches Lied über sie: Queen Elizabeth II, die am heutigen Donnerstag (08.09.) im Alter von 96 Jahren verstarb, hat die britische Popwelt polarisiert. Wir blicken auf zehn berühmte oder berüchtigte Songs, die die Königin zum Inhalt haben.

01. The Smiths: „The Queen is Dead“

Wer bei YouTube nach dem Smiths-Song von 1986 sucht, wird von nun an auch auf echte Nachrichtenmeldungen stoßen, die vom Tode Elizabeths künden. Morrissey war kein Fan der Monarchie, er textete: „Pass the Pub that saps your body /And the church who’ll snatch your money /The Queen is dead, boys /And it’s so lonely on a limb“.

02. The Sex Pistols: „God Save The Queen“

Wegen „eklatanter Geschmacklosigkeit“ von der BBC boykottiert, verhöhnte dieser nihilistische Rundumschlag den Pomp des silbernen Jubiläums von Queen Elizabeth II. Auf dem Single-Cover trägt Ihre Majestät eine Sicherheitsnadel in der Lippe. „Wenn man sie im Fernsehen so sieht, kann ich nur feststellen: Sie ist kein menschliches Wesen“, rotzte Johnny Rotten. „Die ist doch nur ein Stück Pappe, das durch die Landschaft gekarrt wird.“ Zum Goldenen Thronjubiläum wurde es wieder aufgelegt – doch das Verhältnis der Briten zur Krone bleibt ambivalent.

03. Primal Scream: „Insect Royalty“

Der „XTRMNTR“-Track von Primal Scream ist Gegenstand vieler Deutungen. Bobby Gillespie singt „Insect Royalty Live Inside Of Me”. Königsbiene in seinen Adern? Oder geht es darum, dass in Großbritannien blaues Blut mehr zählt als Leistung?

04. The Beatles: „Her Majesty“

Vielleicht der berühmteste Song in dieser Liste. Die Beatles beschließen damit ihr „Abbey Road“-Medley. „Her Majesty is a pretty nice girl /But she doesn’t have a lot to say“, heißt es darin beschwingt. Für die Buckingham-Palace-Ehrengäste John und Lennon eine Ehrensache, das zu singen.

05. Pet Shop Boys: „Dreaming of the Queen”

Neil Tennant und die Queen hätten sich sicher viel zu sagen gehabt. In diesem Lied fantasiert er von einem Treffen mit ihr und Lady Diana. Die Textzeile „So there are no more lovers left alive“ soll jedoch als Kritik verstanden werden – dass in den 1980er-Jahren zu wenig im Kampf gegen Aids unternommen worden sei.

06.  Manic Street Preachers: „Repeat (Stars And Stripes)“

„Repeat after me, ‘Fuck queen and country’”: Klare Ansage von James Dean Bradfield und seinen Manics auf ihrem Debüt „Generation Terrorists“. Die Waliser verstehen sich als Punks, kokettieren aber mit Royal-Ästhetik. Die selbsterklärten Kommunisten dürfen natürlich keine Monarchisten sein.

07. Suzanne Vega: „The Queen and the Soldier“

Auch als Kalifornierin kann man eine Meinung zur britischen Königin haben. Vega singt aus der Warte eines Soldaten, der sich der Queen nicht mehr verpflichtet fühlen will: „Your Highness, your ways are very strange.“

08. The Good, The Bad & The Queen: „The Good, The Bad & The Queen“

„It’s the blessed routine /For The Good, The Bad And The Queen /Just moving out of dreams with no physical wounds at all“, singt Damon Albarn, nur scheinbar leichtfüßig. Das Lied auf dem Debüt seiner Band behandelt die Alltagswut eines britischen Arbeiters, der an seinem Trott zugrunde geht.

09. Propellerheads: „On Her Majesty’s Secret Service“

Okay, kein Song, sondern ein Instrumental – ein Cover des John-Barry-Stücks, der Titelmelodie des 007-Films „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ von 1969. Eine Nummer, die nicht nur James Bond, sondern auch die Queen cool dastehen ließ.

10. Catatonia: „Storm the Palace“

„Storm the palace, storm the palace / Turn it into a bar, make ‚em work at Spar“. Die Waliserin Cerys Matthews wusste also, was sich aus dem Buckingham Palace sonst noch so machen lässt, und was die Leute, die dort leben, stattdessen tun sollten …