R. Kelly: aktuell nur noch Konzerte in Deutschland


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Noch nie in seiner Karriere stand R. Kelly stärker im Kreuzfeuer als jetzt: Dem R&B-Superstar werfen mehrere Frauen sexuellen Missbrauch vor, einige auch Sex-Sklaverei, die Freiheitsberaubung von Frauen und sexuelle Ausbeutung. Die Doku-Serie „Surviving R. Kelly“ beleuchtet die Vorwürfe und wird bald auch in Deutschland ausgestrahlt. Die Staatsanwaltschaft von Georgia ermittelt gegen den 52-jährigen, der alle Vorwürfe bestreitet und mit Gegenklagen droht.

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Fans scheint der Sänger („I Believe I Can Fly“) dennoch weiterhin zu haben – zumindest in Deutschland. Denn R. Kelly ist für zwei Konzerte hierzulande gebucht. Am 12. April soll er in der Ludwigsburger MHP Arena auftreten, am 14. April in der Sporthalle Hamburg. Weder auf Facebook, noch seiner Homepage sind weitere Auftritte verzeichnet.

Meet & Greet mit R. Kelly

R. Kelly

Während in den USA allein 2017 schon Aftershow-Partys des Musikers nach den Vergewaltigungs-Vorwürfen abgesagt wurden, ist der Mann für Deutschland noch fest im Plan. Für einen Aufpreis sollen sogar Meet & Greet mit R. Kelly rund ums Konzert möglich sein.

Eine Nachfrage bei den Veranstaltern des Gigs in Ludwigsburg, „HipHop Dates Stuttgart“, ob das Konzert nicht besser abgesagt werden müsse, ergab eine eindeutige Antwort. Zu Noisey sagten die Organisatoren:

„Zu den Vorwürfen gegen die Privatperson R. Kelly möchten wir keine Position einnehmen. Wir sind Veranstalter von Beruf und buchen den Künstler aufgrund seiner nicht bestreitbaren musikalischen Karriere und Leistung. R. Kelly hat weltweit zahlreiche Fans, die den Künstler und seine Musik gerne live erleben möchten.“

Sich selbst möchte „HipHop Dates Stuttgart“ nicht in der Kritik sehen: „Wir möchten gerne, dass Menschen, die von Berufs wegen einen objektiven Überblick über Fakten, Zeugen, Aussagen und Sachverhalte haben, ein Urteil darüber fällen, was richtig oder falsch ist. Veranstalter veranstalten, dabei möchten wir bleiben.“

PR/A&E/Getty/Williams WireImage