Recht auf Abtreibung: Cher, Questlove und Phoebe Bridgers äußern sich emotional zur geleakten Supreme-Court-Abstimmung


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Mittels vieler intimer Postings protestieren derzeit viele Musiker*innen gegen das Vorhaben des US-Gerichtshofs, das Recht auf Abtreibung in den Vereinigten Staaten abzuschaffen.

So spricht sich die kalifornische Singer-Songwriterin Phoebe Bridgers aufgrund ihrer eigenen Biografie für den Erhalt des Urteils Roe v. Wade aus. Dabei handelt es sich um eine Grundsatzentscheidung zum Abtreibungsrecht, die der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten 1973 fällte. Darin wurde das verfassungsmäßige Recht einer Frau bekräftigt, über Abbruch oder Fortführung ihrer Schwangerschaft selbst zu entscheiden.

Phoebe Bridgers offenbart über Twitter, dass sie im Oktober 2021 auf Tournee einen Schwangerschaftsabbruch vollzogen hätte. „Ich ging zu Planned Parenthood und bekam die Abtreibungspille. Es war leicht. Jeder verdient diese Art von Zugang.“

Im Tweet verweist die Musikerin außerdem auf Spendenaufrufe.

Auch Cher gibt ihre Haltung zum Thema preis. Die Sängerin kritisiert republikanische Politiker*innen scharf und schreibt darüber, mit welchen gesellschaftlichen Repressionen und Aussagen bereits ihre Mutter konfrontiert gewesen sei:

„Meine Mutter sagte: ‚Als ich jung war, hörte ich Dinge wie ‚Sorg dafür, dass sie barfuß und schwanger bleiben‘, ‚Frauen gehören an den Herd‘, ‚Frauen haben keinen Geschäftssinn‘ und ‚Tod durch illegale Abtreibung‘.“

Questlove, Schlagzeuger der Band The Roots, vergleicht die aktuellen Geschehnisse mit der dystopischen Serie „The Handmaid’s Tale“. Außerdem ruft er dazu auf, sich für die Zwischenwahlen zu registrieren und somit bei den  „Midterm Elections“ seine Stimme abzugeben – den Wahlen zum US-Kongress, um deren Sitze Demokraten und Republikaner konkurrieren:

 

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Seit Dienstagabend ist anhand eines Dokumenten-Leaks bekannt, dass der Oberste US-Gerichtshof plane, das Recht auf Abtreibung aufzuheben, der Supreme Court wolle die Entscheidung Roe v. Wade von 1973 kippen. Grundlage für die Recherche ist ein 98-seitiger Entwurf einer Stellungnahme von Richter Samuel Alito.

Die Diskussionen um die Selbstbestimmung der Frau sind vor allem seit der Einführung von weiteren Restriktionen im Bundesstaat Texas vergangenes Jahr erneut aufgeflammt. In Texas dürfen Frauen nur noch in seltensten Fällen nach der sechsten Schwangerschaftswoche eine Abtreibung durchführen lassen.