Reggae-Legende Junior Murvin ist tot

Der Reggaemusiker Junior Murvin ist am 2. Dezember im jamaikanischen Port Antonio verstorben. Obwohl die Todesursache noch nicht offiziell bekanntgegeben wurde, werden Diabetes- und Blutdruckprobleme als Ursache vermutet. Der Musiker hatte sich deswegen zuletzt in medizinischer Behandlung befunden.

Junior Murvin sicherte sich vor allem mit der 1976 erschienen Single „Police and Thieves“ einen Platz in der Musikgeschichte. Der sozialkritische Track entstand in Zusammenarbeit mit Lee „Scratch“ Perry, der den Musiker kurz zuvor entdeckt und gefördert hatte. Der Song wurde zu einem internationalen Hit und stieg in den britischen Charts bis auf Platz 23. Sein Einfluss ging weit über Reggae-Kreise hinaus.

So nahmen The Clash ein sechsminütiges Cover für ihre 1977 veröffentlichte Debüt-LP auf. „Dies war das erste Mal, dass Weiße den Versuch unternahmen, einen Reggae-Hit zu covern“, wird Clash-Sänger Joe Strummer im Buch „Redemption Song: The Ballad of Joe Strummer“ zitiert. „Ich erinnere mich dass ich beim Hören von Murvins federleichter Stimme höllisch Angst bekam, (…) ich dachte, mein Gott, das soll ich mit meiner nutzlosen Stimme nachsingen?“. Neben The Clash coverten später weitere „weiße“ Musiker wie Orb, Dave Grohl und Boy George den Song.

Murvin nahm im Laufe der Siebziger und Achtziger mehrere Alben auf, die weitere Hits wie „Cool Out Son“ (1982) und „Muggers in the Street“ (1984) abwarfen. Keiner konnte jedoch an den Erfolg von „Police and Thieves“ anknüpfen. Murvin wurde 67 Jahre alt.


Meister der Selbstinszenierung: Die besten (Promo-)Fotos von Alfred Hitchcock

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