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Abra Princess

Awful/Matador/Beggars

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Abra: „Princess“

Noch weniger wäre dann wirklich nichts. Aber das Fast-Nichts, mit dem ­Abra uns in ihren Liedern bezirzt, vermag einer oder auch einem verlässlich die tollsten Gänsehäute über den Körper zu treiben. Es braucht nur eine winzige Verschiebung im Beat oder einen knapp hinter der Eins unvermittelt heranrollenden Bass, schon wird einem beim Hören ganz blümerant, so lässig lasziv und überlegen erotisch verbindet die selbst ernannte „Darkwave Duchess“ aus Atlanta ihren gleichermaßen lockenden wie distanzierten Gesang mit mini­malistischen Rhythmen und Sounds. Auf dem ebenfalls in Atlanta beheimateten Label Awful Records debütierte sie 2015 mit kunstvoll verschleppten Liedern, sowohl Gothic- als auch R&B-inspiriert, und dem bislang nur in digitaler Form erhältlichen Album „Roses“.

Alles, was man von ihr zu hören bekommt, hat sie nach eigener Auskunft bloß mit dem GarageBand-Programm auf ihrem Laptop im begehbaren Kleiderschrank ihrer Eltern aufgenommen, so auch die neue EP, „Princess“, die jetzt als ihre erste Veröffentlichung in Vinylform bei einem größeren Label erscheint. Die fünf Tracks sind ein wenig flotter und tanzflurorientierter geraten, vorangetrieben von 80er-Jahre-Wave-Synth-Sounds und einer funkhaft knuckernden Drummachine. ­Umso aufregender ist, wie Abra mit ihrem berührend unberührten Gesang in Zeit­lupe über den hoppelnden Beats schwebt.

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