Ariel Pink Dedicated To Bobby Jameson

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In den 60er-Jahren kannte kurze Zeit jeder den Singer-Songwriter und Zappa-Kumpan Bobby Jameson – bis er mehr als 30 Jahre aufgrund von Frust, Alkohol und Drogen von der Bildfläche verschwand, in Vergessenheit geriet und erst 2007, acht Jahre vor seinem Tod, mit einer Serie von Blogs und YouTube-Tiraden wieder auftauchte. Sein 1965 unter Pseudonym veröffentlichtes Album „Songs Of Protest And Anti-Protest“, das 2003 ohne sein Wissen neu aufgelegt wurde, galt unter Plattensammlern als gesuchte Rarität.

Beatles, Byrds, Beach Boys

Jamesons Lebensgeschichte und seine verzweifelten Versuche, an seinen frühen Platten noch -etwas zu verdienen, ließen Ariel Pink nicht los. -Also hat der neue Freak vom Dienst ihm sein jüngstes Album gewidmet. Dieses beginnt mit einer Wiedergeburt („Time To Meet Your God“), um sich sodann den Mythen der Westküste zu widmen, den Schrecken der Kindheit, der Liebe und ihrer Vergänglichkeit. Die teils bitteren Inhalte verbergen sich oft hinter den schönsten Melodien, die sich denken lassen, hinter lieblichen, detailversessenen Arrangements, die auf Einflüsse der Beatles und der Byrds verweisen. Ein gelungener Beach-Boys-Pastiche („Bubblegum Dreams“) darf natürlich auch nicht fehlen.

Weitere Höhepunkte von „Dedicated To Bobby Jameson“ bilden das federleichte „Feels Like Heaven“, der schwungvolle Titelsong und „Another Weekend“, ein Song voller musikalischer Schlenker. Fantastisch ist Ariel Pinks Gespür für den Wohlklang, dem er aber stets einen originellen Widerhaken mitgibt. Seine Lieder vereinen Pop-Appeal und Exzentrizität, Albernheiten und Abgründiges. Manchmal stehen sie sich selbst im Weg, was sie nur -umso nahbarer macht. Sogar wenn der Multiinstrumentalist aus L.A. die soeben geschaffene Schönheit zugunsten einer eigenwilligen Soundidee zu Klump haut, hört man ihm gern dabei zu: weil es nichts Berechnendes hat, sondern – so jedenfalls der Eindruck – einer künstlerischen Notwendigkeit gehorcht. Und genau so soll es sein. (Mexican Summer/Alive)

https://www.youtube.com/watch?v=TP2d8yZzhdM
Die ultimativen 20: Hier ist die Oster-Playlist

Es würde vielleicht nicht jeder den Billy-Joel-Song „The Downeaster Alexa“ in einer Oster-Playlist durchgehen lassen. Die Qualifikation der folgenden 20 Titel dürfte allerdings unstrittig sein. 01. Nat King Cole – „Easter Sunday Morning“ 02. UNKLE feat. Thom Yorke – „Rabbit In Your Headlights“ 03. Iron & Wine – „Rabbit Will Run“ 04. Joanna Newsom – „Jackrabbits“ 05. Sufjan Stevens – „Enjoy Your Rabbit“ 06. Animal Collective – „Who Could Win A Rabbit“ 07. Florence + The Machine – „Rabbit Heart (Raise It Up)“ 08. Captain Beefheart & His Magic Band – „A Carrot Is As Close As A Rabbit Gets…
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