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Barry White – The Barry White Story


Er ging den ganzen Weg von South Central nach Hollywood zu Fuß: So erzählen es sich seine Freunde und seine Frauen. Barry White schaffte es als genialischer Produzent, als Arrangeur und schließlich Songschreiber und Sänger an die Spitze des Musikgeschäfts, und als er reich und berühmt war, unterschrieb er einen Vertrag bei Columbia, verkaufte keine Platten mehr und kam – Mitte der 90er Jahre – doch noch einmal als Funk-Disco-Aphrodisiakum zurück.

Die Geschichte des Barry White ist aber vor allem eine der späten 60er und der 70er Jahre, als ihn die Sängerinnen von Love unlimited begleiteten. White heiratete dann eine der Grazien, Glodean, die ihn trotz der späteren Scheidung offenkundig noch immer verehrt und sich hier lang verbreitet wie auch sein Produzent Jack Perry, der am Mischpult Whites intuitives Verständnis von Rhythmus und Arrangement erläutert. Nach den goldenen Jahren und dem letzten Album kommt in dieser unkritischen Fernseh-Dokumentation der Bocksgesang: Whites Tochter und einer seiner Söhne erzählen von den letzten Monaten, als der große Mann im Krankenhaus dämmerte und die Geliebte und die Managerin der Familie den Zutritt zum Krankenzimmer verboten – am Ende waren sie nicht bei ihm. Die Beschuldigten kommen indes nicht zu Wort. Und zu kurz kommen leider auch die Ausschnitte wie jener vom fabelhaften Konzert in Frankfurt, 1975, das vom ZDF aufgezeichnet wurde: Barry white gurrte, schmeichelte und schwitzte, und die Zuschauer (nicht nur weibliche!) berührten ihn wie den Messias. Er war der Ombudsmann des libidinösen, altväterlich-gutmütigen Soul, eine Stimme wie ein kosmischer Vihrator.


Die besten Metal-Alben aller Zeiten: Metallica - „Master Of Puppets“

Thrash-Metal mit melodischer Raffinesse ist möglich. Metallicas Vorgänger „Ride The Lightning“ lieferte den Beweis. Aber erst hier gelang das Experiment vollständig. Im Schmelztiegel lag eine perfekte Legierung aus bedrückend harmonischem Schönklang und brachial auftrumpfendem, dennoch filigranem Riff-Bolzertum. Das ist bereist instrumental so spannungsreich, komplex und dennoch eingängig, dass eine Stimme kaum nötig gewesen wäre, und das überirdisch schöne „Orion“ kommt dann auch tatsächlich sehr gut ohne aus. Aber wie James Hetfield bei „Battery“, dem Titelstück oder bei „Welcome Home (Sanitarium)“ die Hooklines grandios zerknurrt mit seinem Massenmörderorgan, das hat die gesamte Genrewelt umgehauen und nachhaltig beeinflusst. Lesen Sie auch: Die…
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