Spezial-Abo

Depeche Mode Black Celebration/ Music For The Masses – The 12″ Singles



von

Mit „Black Celebration“ eröffneten ­Depeche Mode 1986 ihre sieben­jährige, bis zum Stadionrock von „Songs Of Faith And Devotion“ anhaltende Gothic-Pop-Phase. Es war ihre bedeutendste. „Stripped“, „A Ques­tion Of Time“, „A Question Of Lust“ – alles Klassiker, und die Band trug es damals als Ehrenabzeichen, dass im UK keiner dieser Songs über Sex, Machtgefälle und Missbrauch ein Hit wurde. Die B-Seiten stehen der Intensität der Singles in nichts nach. Der Ohrwurm „But Not Tonight“ ­wäre heute A-Seiten-Material.


An dieser Stelle findest du Inhalte von YouTube

Um mit Inhalten von YouTube zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
Socials aktivieren

Die Bonusstücke aus „Music For The Masses“ setzten 1987 die gebietende Entwicklung fort. Mit den ­Remixen und B-Seiten hat sich auch Alan Wilder ein Denkmal setzen ­können. Der Arrangeur und gelernte Pianist, als Letzter zur Band dazugekommen und nie gleichberechtigt behandelt, führte Klassik in ihr Werk ein. Seine Interpretation von „Sonata No. 14 in C#m (Moonlight Sonata)“ war genau das, was der Titel versprach: eine Übertragung von Beethovens „Mondscheinsonate“ am Klavier. Ähnlich ambitioniert waren „Pimpf“ und dessen rückwärts geschriebene Fassung „Fpmip“, in denen Depeche ­Mode Chöre und ein Orchester auffuhren, über dessen Opulenz sich nicht sagen ließe, ob sie aus dem ­Synthi stammt oder nicht.

Hier die „Black Celebration“-Box bestellen

Die „Music For The Masses“-Tour führte Depeche Mode auch nach Amerika; dort entstanden der „101“-­Film und das gleichnamige Live-­Album. Martin Gores Cover von Bobby Troups R&B-Standard „Route 66“ dokumentierte ihre Annäherung an amerikanisches Lebensgefühl. Für den US-Markt produziert, war der Shep-Pettibone-Remix von „Behind The Wheel“ vielleicht die einzige Single­version im Schaffen der Band, die der Albumfassung noch überlegen ist. Wie die Neuabmischung von „Nothing“ erschien sie im House-­Gewand.

Wer heute Maxi-Versionen von De­peche Mode hören will, kann auch ihre Konzerte besuchen: Der „Aggro Mix“ von „Never Let Me Down Again“ fließt noch immer in die Live-­Version ein. (­Sony)


An dieser Stelle findest du Inhalte von YouTube

Um mit Inhalten von YouTube zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
Socials aktivieren


ÄHNLICHE KRITIKEN

Depeche Mode :: Violator – The 12′′ Singles

Zehn Maxi-Singles für vier Auskopplungen

Kritik: Depeche Mode :: Spirits In The Forest

Depeche-Mode-Doku als Hybrid aus Fan-Antrittsreisen und Song-Snippets, gedreht von Anton Corbijn.

Depeche Mode :: Mode

Die gesammelten Werke der Synthie-Pop-Band


ÄHNLICHE ARTIKEL

Alle Alben von Depeche Mode im Ranking

Von „Speak & Spell“ bis „Spirit“: alle Platten von Depeche Mode ausführlich besprochen und im Ranking.

Kein Depeche Mode, Nine Inch Nails: „Rock’n’Roll Hall Of Fame“-Zeremonie wegen Corona abgesagt

Die jährliche Live-Zeremonie zur Aufnahme in die „Rock and RollHall of Fame“ findet dieses Jahr nicht statt. Dafür haben sich die Veranstalter etwas Anderes einfallen lassen.

Charts: Depeche Mode und Rolling Stones auf der 1

Zwei Veteranen-Bands führen die deutschen Charts an.


Charts: Depeche Mode und Rolling Stones auf der 1

In den am heutigen Freitag veröffentlichten offiziellen deutschen Charts (26.06.-02.07) belegen die Veteranen die Spitzenplätze: In der Singles-Rangliste liegen die Rolling Stones mit „Living in a Ghost Town“ vorne. Bei den Alben-Charts stehen Depeche Mode mit „Spirits In The Forest“ oben. Für Jagger, Richards, Watts und Wood ist dies die erste Nummer-Eins-Single seit 1968, also seit stolzen 52 Jahren. Damals war „Jumpin' Jack Flash“ ganz oben. Mit „Living in a Ghost Town“, einem Song über den Lockdown, feierten die Stones im April ihr Comeback – es war ihr erster neuer Song seit 2012. Als physischer Tonträger wurde das Lied aber…
Weiterlesen
Zur Startseite