Dinosaur Jr. :: Live In The Middle East (Sony BMG)

Bereits Ende 2005 spielten J. Mascis, Murph und Lou Barlow wieder zusammen, im „Middle East“ in Boston und im „Irving Plaza“ in New York. Das Programm war anlässlich der neuen Harmonie auf die ersten drei Alben konzentriert. Also: „Little Furry Things“. „Sludge-Feast“, „The Post“, „In A Jar“. Auf der kleinen Bühne entfaltet sich die Interaktion wie selbstverständlieh. Steve Albini, Mike Watt, Kim Gordon und Thurston Moore äußern sich respektvoll, wenn auch in absehbarer Weise über die Bedeutung von Dinosaur Jr., die ebenso Neuerer wie Epigonen waren, recht eigentlich Black Sabbath auf amerikanische und jugendliche Art interpretierten. Matt Dillon konnte offenbar nach einem Konzert abgefangen werden – seinem Kommentar entnehmen wir, dass ihm die Musik gefällt. Bei einem Interview im „World Cafe“ auf WXPN in Philadelphia spricht Interviewer David Dye engagiert mit sich selbst, denn J. Mascis ist in sein legendäres Phlegma versunken.-„Bug“ sei die ihm am wenigsten liebe Platte der ersten drei, lässt er sich immerhin schläfrig ein, deshalb wähle er von diesem Album wohl die wenigsten Stücke aus. Lou Barlow bekräftigt noch einmal vergnügt, dass er damals gefeuert worden sei, man habe unterschiedliche Auffassungen gehabt, sei aber älter geworden. Und so ambitions- und anstrengungslos klingt ja auch die neue Platte: mehr von demselben, jetzt aber grauhaarig.

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