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Everlast White Trash Beautiful


Nichts Neues aus LA: Urbaner Blues mit alten Beats und akustischer Gitarre

Damals, nachdem Eric Schrody 1997 bei den blöden Hip-Hop-Hüpfern House Of Pain ausgestiegen war und fortan ein richtiger Sänger sein wollte, war Everlast einen Moment lang ein Ereignis. Die akustische Gitarre, die old school beats, der urban blues: Die Kombination war eine Novität, in der der grimmige Eigenbrötler aus L.A. vom Saulus zum Paulus wurde und ganz zu Recht viel Applaus bekam.

Doch das musikalische Konzept war begrenzt: Als eine Platte später weder Neues noch wirklich Überzeugendes zu hören war, wusste man, dass Everlast trotz des guten Ansatzes nicht so mir nichts, dir nichts zum potenten Songwriter werden würde.

Akustische Gitarre, old school beats, urban blues: Auch auf dem neuen Werk, „White Trash Beautiful“, bleibt der musikalische Rahmen der gleiche. Neu ist indes, dass Everlast ein Stück seiner Deckung herunterlässt: „Broken“, „This Kinda Lonely“, „Sleeping Alone“ – alles Lieder über gescheiterte Beziehungen und Einsamkeit, über die Liebe also und was sie einem tun kann. Dazu jammern wahlweise eine Pedal Steel, dezente Streicher oder ein analoges, gern altbackenes Keyboard. Überraschung!

Wenn’s nichts zu greinen gibt verlässt sich Everlast dafür umso mehr auf seine Standards und erzählt Geschichten von Trailerpark-Queens und anderen benachteiligten Amerikanern, wie im gelungenen Titelsong oder beim Opener „Blinded By The Sun“, bei dem die Grenze zwischen Stiltreue und Selbstplagiat allerdings nur noch schwer auszumachen ist. Aber immerhin macht hier einer seine Musik, ohne sich um die Meinungen anderer Menschen oder etwaige Anforderungen des Business zu scheren, und diese stoische Selbstgenügsamkeit gereicht Everlast zur Ehre. Noch jedenfalls.


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