Family 5 Wir bleiben. Alle Studio- Aufnahmen 1981–1991

Tapete

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Lediglich 5.000 Exemplare waren von „Resistance“, der fulminanten ersten Platte von Family 5, der Legende nach im Umlauf. Die Band um Fehlfarben-Sänger Peter Hein und den humorbegabten Alleskönner Xaõ Seffcheque gründete sich zwar schon Anfang der Achtziger, doch es sollten noch einige Jahre vergehen, bis Songs wie „Du wärst so gern dabei“ oder „Der Schaum der ­Tage“ erschienen.

Natürlich blieben Family 5 stets ein Randphänomen, ganz anders als Fehlfarben. Gleichwohl lieferte diese verschworene Bande, deren Besetzung sich mit jeder weiteren Platte zuverlässig änderte, die cleverste deutsche Tanzmusik der 80er-Jahre. Ein solitärer, triumphaler Aufruf, die Haltung der Punk-Bewegung gegen ihre eigene selbstzerstörerische Energie zu verteidigen.

Songs, die schnell auf dem Klo geschrieben wurden

Verbissene Ernsthaftigkeit wäre da auch die falsche Methode gewesen. Peter Hein schrieb die Texte angeblich fast alle in wenigen Minuten auf dem Lokus. Das erquickliche Motto dieser Musik definiert der glückstrunkene Track „Mother Night“: „Nach all den Jahren merkst du, dass du zu viel nachdenkst. Es ist doch egal warum. Geht es dir gut, dann geht’s dir gut.“

2016 erinnerten Family 5 noch einmal mit einer neuen LP daran, „Was bleibt“ – und so ist es schön, dass nun ein neues Boxset unter dem Titel „Wir bleiben“ erschienen ist, in dem sich alle Studiosongs der Gruppe (immerhin 72 Tracks) befinden und das die Bedeutung von Family 5 für die deutsche Musikszene würdigt. Witz und ­Verve, schon lässig auf dem Höhepunkt mit der ersten, 1981 herausgebrachten Single, „Bring deinen Körper auf die Party“, halten den veränderten Zeiten mühelos stand.

Erstaunlich ist vor allem, wie mutig sich Family 5 durch den Katalog ihrer Lieblingslieder coverten: „Hey Bulldog“ (Beatles), „Gloria“ (Them) sind erstaunlich gut. So viel Könnerschaft lockte auch prominente Anhänger an. Manche davon, wie Farin Urlaub, melden sich mit leidenschaftlichen Worten im Booklet zu Wort. Das Boxset erscheint in einer limitierten Auflage von 500 Exemplare

Diese Filme von Ingmar Bergman muss man gesehen haben

Ingmar Bergman gehörte zu den produktivsten Regisseuren in der Geschichte des Kinos. In fast 60 Jahren schrieb und inszenierte der Schwede insgesamt 60 Filme. Auch wenn er damit Roger Corman quantitativ ganz gewiss nicht das Wasser reichen kann, dürfte er - was die Relevanz und Gültigkeit seiner Werke angeht - eine Insel für sich im Ozean der Filmkunst sein. Viele Titel seines beeindruckenden Gesamtwerks (zu dem sich noch 170 Theaterstücke gesellen) sind sogar Kinoanfängern ein Begriff, so etwa „Das siebente Siegel“, „Szenen einer Ehe“ oder „Fanny und Alexander“. Der Regisseur, der seine Arbeiten für das Kino und das Fernsehen dem…
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