Gorillaz The Now Now


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Von all den Dingen, denen sich das immer ein wenig gelangweilte hochbegabte Popkid Damon Albarn seit dem Ende seiner Band Blur gewidmet hat, die ja als eines unter vielen Projekten trotzdem irgendwie weiterlebt, scheinen ihm die Gorillaz am meisten Spaß zu machen. Wohl weil ihn die virtuelle multiethnische Band vom Britpop-Image befreit hat und er die künstlerische Freiheit genießen kann.

In der Kunst ist die Freiheit allerdings die große Schwester der Willkür, und die wurde auf dem letzten, gerade mal ein Jahr alten Gorillaz-Album, „Humanz“, dann gleich zum Prinzip erklärt: 13 der 14 durch Interludien notdürftig zusammengehaltenen Tracks entstanden in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, und das Ergebnis klang eher wie eine zufällige Ansammlung von teils tollen, teils medio­kren Tracks. „The Now Now“ ist nun quasi der Gegen­entwurf ­dazu: Die Zahl der Gäste ist überschaubar, und Albarn singt jeden der Songs selbst.

Der von George Bensons ­Gitarre veredelte Yacht-Rock „Humility“ eröffnet das Album. Man möchte gleich eine Piña Colada bestellen. Vielleicht kann man sich für „Tranz“ auch ein wenig Tanzbereitschaft antrinken, denn Albarn gibt hier eine Art Disco-Bowie. Dann helfen ihm Snoop Dog und House-Legende Jamie Principle, aus „Hollywood“ wunderbare Westküsten-­Autofahrmusik zu machen. „Idaho“ ist sein Versuch eines Country‑&-Western-Songs inklusive Hufgeklapper, doch darüber liegt, wie auch über „Kansas“ und „Lake Zurich“, der kühle Camp von Human League und den Pet Shop Boys. Die Songtitel deuten schon an, dass diese Platte an vielen Orten und damit an keinem so richtig zu Hause ist. Daraus erwächst eine schöne Melancholie.

Kooperation

Während „Humanz“ auf den Zustand der Welt schaute und angesichts der Ungewissheiten und Ängste trotzig das Tanzen anfing, sucht Albarn auf „The Now Now“ den Weg nach innen und kommt schließlich nach vielen Abwegen am ­Ende in trotz einer gewissen Schwermut schwebenden Stücken wie „­Fire Flies“, „One Percent“ und „Souk Eye“ irgendwie bei sich an. (Parlo­phone/­Warner)

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Chris Cornells Arzt bestreitet Medikamenten-Überdosis

Der ehemalige Arzt des im Mai 2017 verstorbenen Chris Cornell bestreitet es, dem Sänger zu viele Medikamente gegen Angstzustände verschrieben zu haben. Die Ehefrau des Soundgarden- und Audioslave-Frontmanns reichte im November 2018 eine Klage gegen Dr. Robert Koblin wegen eines Kunstfehlers ein. Vicky Cornell behauptete damals, dass Koblin ihrem Mann in den letzten 20 Monaten seines Lebens 940 Dosen des Medikaments Lorazepam (auch Ativan genannt) sowie Oxycodon verschrieben hatte, ohne Cornell richtig untersucht zu haben. Chris Cornell wurde am 18. Mai 2017 im Alter von 52 Jahren tot in seinem Hotelzimmer gefunden. Dem toxikologischen Bericht zufolge waren mehrere verschreibungspflichtige Medikamente in…
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