Hassan Blasim Der Verrückte vom Freiheitsplatz


Die erste Erzählung aus der Sammlung von „Geschichten aus dem Irak“ gibt den Grundtenor vor. Ein manisches Erzählen über Krieg, Ter- ror, Flucht, Exil und den allgegenwärtigen Tod treibt die Figuren an. Sie stehen vor einem nach Saddams Sturz gegründeten Rundfunksender Schlange, übertreffen sich gegenseitig mit Schilderungen ihres Unglücks und wirken doch glücklich. Blasim, ein Dokumentarfilmer, der in Finnland Asyl fand, öffnet ein Horrorpanoptikum der Geschichte einer sich selbst kannibalisierenden Gesellschaft. Ein Crossover aus härtestem Realismus, orientalischer Erzähltradition und Stilmitteln seiner literarischen Helden, darunter Kafka und Gogol. Zutiefst erschütternd.


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