Janelle Monáe Dirty Computer


„Let the vagina have a monologue“: Keine Songzeile wurde zuletzt so oft geteilt wie diese. Und kein anderes Album bringt die Debatte, die durch #metoo angestoßen wurde, so auf den Punkt. Da sitzt nicht nur jeder Beat, sondern auch ­jede Zeile: „Mansplaining, I fold ’em ­like origami/ What’s a ­wave, ­baby? This is a tsunami“, rappt Janelle Monáe in „Django ­Jane“.

Alles auf der Welt drehe sich um Sex, zitiert sie in „­Screwed“ Oscar Wilde – außer beim Sex, denn da gehe es um Macht. Trotzdem ist „Dirty Computer“ nicht nur kämpferisch und politisch, sondern auch ein wunderbares Pop-Album, mit Gästen wie Pharrell Williams, Zoë Kravitz und Brian Wilson. „­Make Me Feel“ klingt so funky, als hätte Prince, wie noch auf dem letzten Album, „Electric ­Lady“, mitgemacht. Der Aufstieg in die Beyoncé-­Liga. (Warner)

Kooperation

Zum 50. Jahrestag des Mauerbau: Hallo, ist da wer?

Gegen die Wand: Am 13. August 1961 begann der Bau der Berliner Mauer. Seit 1989 ist sie Geschichte – was hat sie für die Popmusik bedeutet? Zum 50. Jahrestag: das Mauer-Special mit U2 und Bowie, Puhdys und Tresor. Die Mauer gab es ungefähr so lange wie die Beat- und dann Rockszene der DDR. Deren Musiker hatten somit nie wirklich die Chance, sich mit ihren Westkollegen auszutauschen. Es sei denn über Schleichwege oder, später, über die raren offiziellen Kontakte. Im Westen, zumal in Westberlin, wo sich ebenfalls eine - nehmen wir mal den dritten Begriff - Popszene zu entwickeln begann, war…
Weiterlesen
Zur Startseite