Spezial-Abo
Highlight: Die 100 größten Musiker aller Zeiten: The Beatles – Essay von Elvis Costello

John Lennon Imagine – The Ultimate Collection


Ist so eine Sache mit dem Besitz, sagte John Lennon: Wenn man etwas liebt, will man es ganz haben. Das ganze „Imagine“: 61 Stücke, verschiedene Takes und „Evolution“- und „Raw Mix“-Versionen, ein Surround- und ein Quadrophonic-Mix und eine Audio-­Dokumentation lassen nichts zu besitzen übrig.

Das Album wurde im Frühjahr 1971 in Tittenhurst Park aufgenommen – das Paar führte ostentativ ein luxuriöses Künstlerleben (Boheme! Deka­denz!), feierte eine Gartenparty mit ­Miles Davis und ­Andy Warhol, ­drehte einen neckischen Film, spazierte über neblige Waldwege, ruderte über den See, spielte Verstecken, horchte mit dem Stethoskop an Steinen und lud die Mannschaft für die Aufnahmen zu „Imagine“ ein: Phil Spector überwachte ohne erkennbares Interesse die Entstehung, während ­Yoko streng Anweisungen gab. ­George Harrison an der Gitarre hatte nicht viel zu tun. Klaus Voormann zupfte still den Bass. Nicky Hopkins bediente Klaviere. Der köstliche Bildband „Imagine John Yoko“ (Edel ear­BOOKS) zeigt die wundersamen Kleider und Bräuche jener Monate.

Hier den Bildband „Imagine John Yoko“ kaufen
Das Album „Imagine The Ultimate Collection (Ltd. Super Dlx.)“ jetzt hier kaufen

„Gimme Some Truth“, die Dokumentation der Genese des Albums (zusammen mit dem „Imagine“-­­Film auf einer neuen DVD), zeigt die frotzelnde Wohngemeinschaft: Lennon gibt nur vage Direktiven, aber seine Vorträge von „Oh Yoko!“, „How?“, „Gim­me Some Truth“, „Jea­lous Guy“ und „How Do You Sleep?“ sind die konzentrierten Darbietungen eines Mannes, der weiß, was er tut. Die meisten Songs sind von skizzenhafter Schlichtheit – eine zarte Vignette wie „Oh My Love“ fiel Lennon im Traum ein. Spectors Produktion bezeichnete Lennon später als „Schokoladenüberguss“.

Den pittoresk verwahrlosten Hippiejünger, der eines Morgens vorm Eingang steht, muss Lennon enttäuschen: Die Lieder habe er nicht über ihn geschrieben, sondern über sich selbst. Aber „You gotta carry that weight“, Mann? Das hat Paul geschrieben. Aber der Verehrer bekommt in der Küche einen Happen zu essen. (Universal)


ÄHNLICHE KRITIKEN

John Lennon & Yoko Ono :: Above Us Only Sky

Sie nahmen zu Recht an, dass alles, was sie taten, irgendwie bedeutsam war.

Harry Benson :: The Beatles - On The Road 1964-1966

Ringo Starr :: Ringo 2012


ÄHNLICHE ARTIKEL

Promis versauen Corona-Cover von „Imagine“

„Wonder Woman“-Star Gal Gadot lud Freunde wie Mark Ruffalo, Amy Adams, Will Ferrell und Natalie Portman ein, mit John Lennons Friedenshymne gegen das Coronavirus anzusingen. Ein Grauen!

Die 100 größten Musiker aller Zeiten: John Lennon - Essay von Lenny Kravitz

Die Ehrlichkeit der Musik machte mich zu seinem Fan – ich fand ihn noch besser als die Beatles. Wäre er heute noch da, würde er sich, glaube ich, für HipHop interessieren.

Die 100 größten Musiker aller Zeiten: The Beatles – Essay von Elvis Costello

Jede Platte, die erschien, war ein Schock. Anders als wilde R&B-Evangelisten, wie die Rolling Stones, klangen die Beatles schlicht unvergleichlich. Sie hatten Buddy Holly, die Everly Brothers und Chuck Berry aufgesogen, aber sie schrieben auch eigene Songs.


John Lennons Sohn hat panische Angst vor Krebs - Muttermal entfernt

Julian Lennon, der Sohn von John Lennon, hat am Montag (03. Februar) auf seiner Facebook-Seite öffentlich gemacht, von einer Krebsdiagnose „tief erschüttert“ gewesen zu sein. „Ich besuchte meine Dermatologin hier in LA, als sie eine kleine Beule an meinem Kopf bemerkte, die eigentlich seit 57 Jahren ein Muttermal war“, beschrieb der Musiker die Situation. „Aber diesmal sah und fühlte es sich ein wenig anders an.“ Die Ärzte führten anschließend eine routinemäßige Biopsie durch und die Ergebnisse zeigten danach, dass der Knoten ein Krebsgeschwür war. Lennon unterzog sich darauf hin schnell einer chirurgischen Entfernung des Muttermals. Julian Lennon hat Angst -…
Weiterlesen
Zur Startseite