Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

Karl Ove Knausgård Leben


Luchterhand

Der momentan umgehende Lesevirus hat seinen Ursprung in Norwegen, wo der sechsteilige autobiografische Zyklus des 1968 geborenen Knausgård für unglaubliche Verkaufszahlen sorgte. „Min Kamp“ – „Mein Kampf“ heißt das Mammutwerk im Original, doch der deutsche Verlag hat Alternativtitel gefunden. „Sterben“ (über den Tod des Vaters), „Lieben“ (über die Ehe) und „Spielen“ (die Kindheit). Jetzt liegt der vierte Teil vor: „Leben“. Der 18-jährige Karl Ove nabelt sich endgültig von seinen unterdessen geschiedenen Eltern ab und geht für ein Jahr als Aushilfslehrer nach Nord-Norwegen. Hier setzen sich seine Schreibversuche als Schriftsteller fort (er hatte mit Plattenkritiken begonnen). Aber auch seine exzessiven Saufereien und die Versuche, seinen unkontrollierbaren Schwanz in den Sehnsuchtsort zu versenken. Knausgård schont weder sich noch die anderen. Er schreibt Sätze von erschütternder Banalität und doch nehmen seine Erzählexzesse gefangen, die ganze erzählerische Verve ist größer als die Addition der Sätze. Wir alle sind Knausgård  – erschreckender Durchschnitt und großartige Einzigartigkeit. (Luchterhand, 22,99 Euro)


„Fuck You“: Lily Allen singt gegen Liam Neeson

Lily Allen hat Liam Neeson nach dessen kontroverser Schilderung seiner früheren Tage, als er eine vergewaltigte Freundin rächen wollte, indem er „irgendeinen Schwarzen“ mit einem Baseballschläger verprügelt, heftig angegriffen. Anfang der Woche machte der Schauspieler in einem Interview Schlagzeilen. Seine Wut auf den damaligen anonymen Angreifer kanalisierte er in dem Plan, einen Schwarzen zu attackieren – weil der Vergewaltiger seine Freundin auch eine dunkle Hautfarbe hatte. „Ich ging mit einem Totschläger auf und ab, in der Hoffnung, dass mich jemand ansprechen würde – ich schäme mich, das zu sagen, aber ich lief vielleicht eine Woche lang mit dem Baseballschläger herum.…
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