Konstantin Wecker Ohne Warum

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Foto: Sturm & Klang (Alive)

Er ist bayrisches Urviech, romantischer Pazifist und radikaler Hedonist. Er ist maßlos und pathetisch, hartnäckig unangepasst und unerschrocken weise. Er rollt das R, liebt irritierend hörbar die Oper, singt trotzig patinierte Wörter wie „Knechtschaft“, „Tyrannei“ und „Possenspiel“ und bellt mit ganzer Kraft gegen Kriegstreiber, Finanz-spekulanten und rechts-populistische Dummköpfe. Er stellt das ewig verträllerte 1848er-Pam-phlet „Die Gedanken sind frei“ gegen denk-manipulatorische Systeme von Google bis NSA. Er singt den Kindern Plattitüden hinterher.

Er hält mal wieder anrührende Zwie-sprache mit seinem von Alltags-faschisten erschlagenen Freund Willy. Er streitet gegen tödlichen Machismo. Dieser widersprüchliche Wecker ist unverzichtbar. Darum.

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