Freiwillige Filmkontrolle


Louis Begley Erinnerungen an eine Ehe


Suhrkamp


von

Er muss wahrlich einer dieser unbestechlichen Anwälte gewesen sein, bevor er mit Mitte 50 mit dem Schreiben  anfing. Denn auch in seinen Romanen will der mittlerweile 80-jährige Louis Begley nur das Sichtbare zeigen, das Urteil zu der Frage, was seine meist aus dem Ostküsten-Geldadel stammenden Helden umtreibt, dem Leser überlassen. So ähnlich gibt es auch Philip, der Ich-Erzähler seines neuen Buchs, zu Protokoll. Eregnung mit der ehemals verführerischen Jugendfreundin aus der Upperclass entwickelt sich zu einem Mandat, das sich Philip selbst erteilt. Warum ist Lucy nur so verbittert, warum bezeichnet sie ihren verstorbenen Mann als „Mons­ter“? Philip mochte diesen „townie“, Sohn eines Automechanikers, der sich zu einer Wallstreet-Koryphäe entwickelt hatte. Um das herauszufinden (und darüber einen Roman zu schreiben), wird Philip viele Zeugen befragen, viele Drinks leeren müssen. Ein klares Urteil darüber zu fällen, wird dem Leser – dankbar für dieses ironisch-melancholische Alterswerk – auch diesmal nicht leichtfallen. (Suhrkamp, 19,95  Euro)


Kritik und Seuchen-Check (2): Stephen King – „The Stand“

„The Stand“, eines der besten Bücher Stephen Kings, erfährt zum zweiten Mal nach 1994 eine Umsetzung als Mini-Serie (bei uns auf Starzplay zu sehen). Josh Boone und Benjamin Cavell zeichnen als Showrunner verantwortlich, in den Hauptrollen: Odessa Young, Alexander Skarsgård , James Marsden, Whoopi Goldberg und Amber Heard. Machen die Beteiligten einen guten Job? Kann es gelingen, eine gigantische King-Schwarte in Serienform zu komprimieren? FFK schaltet sich ein. „The Stand“: https://freiwillige-filmkontrolle.podigee.io/67-the-stand FFK-Weiterhören: Bond-Ranking: Dr. No 1980: Shining, Cruising, Raging Bull Der Pate 3 „Irreversible“ und „Vier im roten Kreis“ Jahresrückblick 2020 Mank 1980: Star Wars 2, Cannibal Holocaust, Theo „The…
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