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Mattiel Satis Factory


Heavenly/Pias


von

Nach Fabrik, wie es Titel und Cover vermuten lassen, klingt hier gar nichts. Vielmehr ist Mattiel Brown ­eine Goldschürferin, die im Bergwerk der Rockmusik nach verschütteten oder wieder vergrabenen Schätzen sucht. Knackige Surf-Rock-Miniaturen („Blisters“) treffen auf lustvolle Velvet-Underground-­Kopien („Millionaire“).

Nach ihrem kunstvoll simplen Debüt, „Count Your Blessings“ (2017), hat die Garagenrock-Amazone ihr Repertoire erstaunlich erweitert. Vintage-Unverschämtheiten wie „Populonia“ neigen dem Pop zu, und einmal wird es sogar ziemlich französisch: Das betörende „Je ne me connais pas“ klingt allerdings mehr nach Rimbaud-Verehrerin Patti Smith als nach Chanson – und Mattiel singt wie eine von aller Eiseskälte befreite ­Nico.

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Die besten Alben aller Zeiten: „Blind Faith“ von Blind Faith

Eigentlich gibt es hier nichts zu mäkeln: Auf der Platte hört man feisten Bluesrock, schwer drückend und manchmal in psychedelische Sphären driftend, ganz nach der Mode der Zeit und bestimmt nicht schlechter als bei der Konkurrenz. Aber eben auch nicht besser. Dabei hatte man sich genau das nach der Papierform versprochen, denn bei Blind Faith handelt es sich immerhin um die erste gecastete Supergroup, zusammengesetzt aus den Handwerksmeistern der Zunft. Von Cream kamen Eric Clapton und Ginger Baker, von Traffic holte man Steve Winwood. Der Family-Bassist Rick Grech füllte die Reihen auf. Ein Zweckbündnis, das immerhin dieses eine Album lang…
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