Mattiel Satis Factory


Heavenly/Pias

Nach Fabrik, wie es Titel und Cover vermuten lassen, klingt hier gar nichts. Vielmehr ist Mattiel Brown ­eine Goldschürferin, die im Bergwerk der Rockmusik nach verschütteten oder wieder vergrabenen Schätzen sucht. Knackige Surf-Rock-Miniaturen („Blisters“) treffen auf lustvolle Velvet-Underground-­Kopien („Millionaire“).

Nach ihrem kunstvoll simplen Debüt, „Count Your Blessings“ (2017), hat die Garagenrock-Amazone ihr Repertoire erstaunlich erweitert. Vintage-Unverschämtheiten wie „Populonia“ neigen dem Pop zu, und einmal wird es sogar ziemlich französisch: Das betörende „Je ne me connais pas“ klingt allerdings mehr nach Rimbaud-Verehrerin Patti Smith als nach Chanson – und Mattiel singt wie eine von aller Eiseskälte befreite ­Nico.

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Die besten Songs aller Zeiten: The Beach Boys – „Good Vibrations“

„Es machte mir Angst, dieses Wort vibrations“, sagte Brian Wilson einmal. Die Mutter hatte Klein-Brian erklärt, wieso Hunde manche Leute anbellen und andere nicht. „Hunde spüren die Schwingungen, die man nicht sehen oder hören kann. Und zwischen Menschen passiert das genauso.“ „Good Vibrations“, Wilsons krönendes Werk als Songwriter und Produzent, machte sich diese Energie zunutze – und verwandelte sie in ewigen Sonnenschein. „Es ist ein spiritueller Song“, sagte er nach der Veröffentlichung, „und er soll good vibrations aussenden.“ Allerdings hatte der damals 24-Jährige auch egoistischere Motive: „Ich sagte mir: ,Der Song wird besser werden als ,You've Lost That Lovin' Feeling‘.“…
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