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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Rod Stewart Blood Red Roses


Rod Stewart ist ein Spaßvogel. „Ich denke eigentlich jedes Mal, dass ich meine Alben für ein paar Freunde aufnehme – und das neue Album hat genau diese Intimität“, verkündet er anlässlich der Veröffentlichung von „Blood Red Roses“. Tatsächlich verströmen die 14 Song die Intimität einer Bankfiliale.

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Man muss es sich wahrscheinlich so vorstellen: Der alte Schwerenöter wollte es noch einmal wissen, also im kommerziellen Sinne. Er lud seinen Produzenten Kevin Savigar und ein paar Musiker seines Vertrauens ein und machte ihnen klar, was sie zu tun hätten. Eine Platte auf der Höhe der Zeit sollte es sein, aber auch eine, die seine bekannten Leidenschaften, von Soul über Rockballaden bis hin zu Folk, widerspiegeln würde. Also klöppelten die Herren zwischen Tür und Angel, Bühne und Hotelzimmer einen Mix aus bekannten Manierismen in vermeintlich modernem Gewand zusammen. Eine Instant-­Musik mit allerlei Sounds aus der Konserve, gegen die selbst Stewarts Alben aus den 90er-Jahren wie der Heilige Gral der Authentizität wirken. ­Eine Heimstudio-Produktion fürs Stadion.

Woran hat er eigentlich noch Freude?

„Look In Her Eyes“ schiebt mit Club-Wumms überzuckerte Harmonien an. Den Flirt mit dem hymnischen Pop-Chorus beherrscht Stewart noch immer aus dem Effeff. Überhaupt ist hier vieles ein Noch-mal. In „Give Me Love“ gibt er noch einmal den Discolöwen aus „Da Ya Think I’m Sexy?“-Zeiten, „Cold Old London“ ist noch einmal reiner Schmalz. Das Titelstück beginnt mit einem ähnlichen Folklore-Kitsch wie „Rhythm Of My Heart“, und „Rollin’ & Tumblin’“ ist noch einmal ­eine reichlich mediokre Cover­version. Und Stewarts libidinöses Gurgeln wird – Asche auf mein sexistisches Haupt – bei Frauen jenseits der Meno­pause noch einmal verloren geglaubte Gefühle wecken.

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Das Beste an „Blood Red Roses“ ist, dass zumindest einer Freude zu haben scheint. Bleibt fraglich, woran. An der Musik? Oder an der Vorstellung, dass ihm seine Fans auch diesmal blind aus der Hand fressen ­werden? (Universal)


Rod Stewart live 2019: Tickets, Termine, Vorverkauf

Fans von Rod Stewart haben 2019 erneut die Chance, seine unverwechselbare Stimme live zu erleben. Der charismatische Sänger, der 2018 eine neue Platte herausgebracht hat ("Blood Red Roses"), wird seine neuen Songs präsentieren und einen Rückblick auf seine große Karriere geben. Vom 3. Mai bis 26. Juni tritt Stewart in Berlin, Hamburg, Zürich, Mannheim, Köln, München und Klam auf. Mit Hits wie „Maggie May“, „Da Ya Think I‘m Sexy“, „Baby Jane“, „The First Cut Is The Deepest“, „I Don‘t Want To Talk About It“, „Tonight‘s The Night“ und „Sailing“ und vielen ereignisreichen Gigs beeindruckt Rod Stewart seine Fans seit nahezu…
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