Serie der Woche: „Almost Fly“ – Staffel 1



von

Eine Serie über HipHop aus der westdeutschen Provinz Anfang der 90er-Jahre – wer würde da nicht sofort an Die Fantastischen Vier denken? Hier heißen die Protagonisten allerdings Walter (Samuel Benito), Ben (Andrew Profitz) und Nik (Simon Fabian), sie sind noch Teenager und schlagen sich mit den üblichen Problemen herum: Schule nervt, Job nervt, Eltern nerven, mit Mädchen läuft es auch nicht so, die grassierende Kleingeistigkeit ist die Pest.

Dann entdecken sie das Rappen, und während sie sehr langsam ihren eigenen Flow finden, kommt ihnen das Leben immer wieder in die Quere – und manchmal die Tatsache, dass sie noch gar nicht richtig wissen, was sie eigentlich wollen. So werden sie erwachsen. Das Drehbuch für „Almost Fly“ stammt vom Grimme-Preisträger Florian Gaag („Whoetrain“), der auch Regie führte bei dieser erfreulich klischeearmen Serie. Er begleitet die drei Jungs mit viel Empathie – bis zum Showdown auf der Bühne. (Warner TV Serie)


ÄHNLICHE KRITIKEN

Serie der Woche: „The Rising“

Mit Clara Rugaard, Matthew McNulty, Emily Taaffe

Serie der Woche: „Anatomie eines Skandals“

mit Michelle Dockery, Sienna Miller, Rupert Friend

Serie der Woche: „How I Met Your Father“

mit Hilary Duff, Chris Lowell, Kim Cattrall.


ÄHNLICHE ARTIKEL

Serie der Woche: „Das Begräbnis“

Der ARD-Sechsteiler mit improvisierten Dialogen und toller Besetzung ist schrecklich realistisch, manchmal kippt er ins leicht Groteske.

Serie der Woche: „Die Discounter“

Vieles wurde an nur 23 Drehtagen improvisiert, das meiste ist tatsächlich sehr lustig. Es gibt ein bisschen zu viel Fäkalhumor und billige Pointen, doch was wirklich schade ist: Dass die Staffel mit einem Würgereiz endet – und zwar bei Folge neun, während in der zehnten dann nur noch ein Making-of gezeigt wird.

Serie der Woche: „American Rust“

Nüchtern-intensive Erzählung von trostlosen Lebensentwürfen, falschen Entscheidungen, von Schuld und Sühne – letztlich ein Drama vom Niedergang der amerikanischen Mittelschicht.