Shame Songs Of Praise


Das Londoner Quintett wirft Post-Punk und Britpop in den Schmelztiegel. Und wie bei Debütalben wütender junger Bands üblich liegt die Kraft nicht in den einzelnen Songs, sondern in der Haltung, dem unbedingten Willen, einen unverfälschten, direkten Sound zu finden.

Einige ihrer brodelnden, mitunter hymnischen Songs über Zweifel und Selbstbewusstsein in düsteren Zeiten bleiben dennoch hängen. Da ist das rumorende, von Gothic-Stimmen und Industrial-Noise umwölkte „Dust On Trial“. Da ist das treibende New-Wave-Gewühl von „Concrete“. Da ist der Blues-Bastard „The Lick“.

Ihre Wut werden Shame wohl nicht lange aufrechterhalten können. Sie haben mehr zu bieten. (Dead Oceans/Cargo)


Tindersticks: Exklusive Videopremiere „See My Girls“ + neue EP

Anscheinend haben die Tindersticks, vielleicht irgendwo in Frankreich, wo Sänger Staurt Staples mit seiner Familie lebt, einen geheimen Brunnen gefunden, aus denen sie neue Ideen schöpfen. Schon das neue Album „No Treasure But Hope“ erkundete bekannte Themen der schwärmerischen Melancholiker aus England mit einem noch einmal nuancenreicheren Sound als zuletzt das kaum schlechtere, aber weitaus fragmentarischer daherkommende „The Waiting Room“. Stattdessen eine kleinere Form, präzisere Instrumentierung. Alles wirkt besser zu einem Ende gedacht und zu einem Gesamtbild hin komponiert. Einer der Highlights auf der neuen LP ist sicherlich das treibende „See My Girls“ mit seiner durchaus beunruhigenden Welterkundung zwischen den…
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