Sheryl Crow Live


Soulfood DVD / 24.11.2008

Mit den Auftritten von Sheryl Crow ist es wie mit ihrer Musik: Man merkt zuerst gar nicht, wie kompetent sie ist, weil alles so angenehm reibungslos abläuft. Bei all der Routine dauert es ein bisschen, bis man merkt, wie viele überhaupt nicht durchschnittliche Melodien sich in diesem netten Mainstream verbergen. Der Grat zwischen dezent und blutleer ist manchmal sehr schmal, doch meistens bewegt sich die Sängerin auf der richtigen Seite, so auch bei diesem Konzert, das 2004 für die „Soundstage“-TV-Reihe in Chicago aufgenommen wurde.

Sie möge die „Soundstage“-Gigs, sagt Sheryl Crow, weil sie da ausnahmsweise „keine Stripper, Affen oder Pyroeffekte“ brauche. Die Musik steht im Mittelpunkt, und Crow tut ihr Bestes, um auch ihrer Band etwas Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Allerdings hält sie sich anfangs etwas zu sehr zurück, versteckt sich fast hinter ihren großen Gitarren. Erst bei „All I Wanna Do“ und „Soak Up The Sun“ scheint sie selbst zu bemerken, wie mitklatschbar ihr Pop-Rock ist, dann taut sie auf. Bei „(What’s So Funny ’Bout) Peace, Love And Understanding“ muss sie zwar aufs Textblatt spicken, doch gelingt ihr das Cover ebenso wie der energische Antikriegssong „Let’s Get Free“. Für „Safe And Sound“ setzt sie sich ans Piano, auch „I Shall Believe“ fällt zunächst ganz sanft aus. Und wie um zu beweisen, dass sie eben doch für Überraschungen gut ist, greift sie dann zum Bass und fordert die Band auf, richtig zu rocken. Nach 90 Minuten und der Zugabe „Steve McQueen“ sitzt die Frisur immer noch, das schiefe Lächeln jetzt noch besser.


Cliff Burton: Die Hintergründe zum tragischen Unfall-Tod des Metallica-Bassisten

Ein besonderer Abend in Stockholm Am 26. September 1986 standen Metallica nach ihren Kollegen von Anthrax vor 2700 Fans in den Solnahallen in Stockholm auf der Bühne. Es war die erste Show, nachdem sich James Hetfield bei einem Skateboard-Unfall zu Beginn des Sommers den Arm gebrochen hatte. Endlich konnte er wieder Gitarre spielen. Die Stimmung war hervorragend – im Publikum als auch in der Band. Eine herausragende Show war daher nur noch Formsache. Fans berichteten später, dass Metallica ein wahres Feuerwerk abbrannten. Der Song „Blitzkrieg“ wurde zusätzlich zum üblichen Programm mit in die Setlist genommen, um das Erlebnis zu verlängern. Cliff…
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