Social Distortion
„Born To Kill“
Epitaph/Indigo (VÖ: 8.5.)
Damals an der Punk-Bar in Orange County.
Das geht ihm dann doch gegen die Songwriter-Ehre: die Vermutung bzw. „the myth“, Mike Ness habe 15 Jahre gebraucht, um 11 neue Songs für das erste Social-Distortion-Album seit „Hard Times And Nursery Rhymes“ (2011) zu schreiben. Aus den circa 40, die zur Wahl standen, hat der Ehrenbürger von Fullerton nach überstandener Krebserkrankung jedenfalls jene ausgesucht, welche den Weg zum Orange-County-Punkrock-Urknall ebnen.
„The Way Things Were“ heißt der nostalgische Schunkler für die Urgemeinde. Die HonkytonkEinlage „Crazy Dreamer“ mit Lucinda Williams da irgendwo und Benmont Tench am Klavier träumt sich noch einmal an die Bar von damals zurück. Das öde „Wicked Game“-Cover sollte Ness aber besser echten Coverbands überlassen. Die Platte ist also längst nicht so martialisch, wie die Hülle von Shepard Fairey (Obamas „Hope“ etc.) suggeriert. Fast möchte man sagen: Der will doch nur spielen …