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TAD God’s Balls

Sub Pop/Cargo

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Foto: Sub Pop/Cargo

Dröhnende Metallsägen,  knarzende Cellobögen: TAD wollten es immer krachen lassen und wählten dafür alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel – so auch einmal den leeren Benzintank eines Autos. Von allen Grunge-Bands dürfte die 1988 in Seattle gegründete Gruppe um Sänger Thomas „Tad“ Doyle sicher die härteste gewesen sein. ­

Obwohl die Musiker gemeinsam mit Nirvana auf Tour Europa erobern wollten, blieb ihnen der große Erfolg verwehrt. Bis 1999 veröffentlichten TAD fünf Platten, dann löste sich die Gruppe auf. Die ersten Alben genießen allerdings unter Fans Kultstatus und waren lange Zeit vergriffen. Sie erscheinen nun, von Produzent Jack Endino (der auch das Nirvana-Debüt, „Bleach“, betreute) aufgearbeitet und remastert, noch einmal. Ergänzt werden sie durch allerhand unveröffent­lichte Bonustracks.

„God’s Balls“, das Debüt aus dem Jahr 1989, ist mit seinen puristischen Krachexperimenten und Titeln wie „Satan’s Chainsaw“ noch reichlich vom Metal beeinflusst, offenbart aber recht gut, aus welchen Zutaten sich der Grunge zusammensetzte. „Salt Lick“, nur ein Jahr nach „God’s Balls“ eilig auf den Markt geworfen, ist eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger durchdachten Singles und Songfragmenten. Darauf enthalten ist auch „Wood Goblins“, dessen Video von MTV verbannt wurde, weil es zu hässlich und amateurhaft erschien. Steve Albini sorgte hier für einen Klang, der den schroffen Bildern in nichts nachstand. Die rudimentären Texte, die sich wie Giftgas über die Gitarrengrölereien legen, verhandeln die Unlust einer ganzen Generation, sich für was auch immer korrumpieren zu lassen.

„8-Way Santa“, benannt nach einer psychedelischen Droge, erschien 1991, als Grunge längst seinen Siegeszug durch die Welt angetreten hatte. Zu hören war dann doch ­eine Weiterentwicklung hin zu einem wesentlich mehr an Songstrukturen orientierten Sound. Tatsächlich gibt es hier sogar Melodien zu hören, am eindringlichsten in „Jinx“ und dem leicht blödsinnigen „Jack Pepsi“.

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