The Civil Wars Barton Hollow


Sony VÖ: 16.03.2012


von

Da machen Joy Williams und John Paul White mir nichts, dir nichts ein Album und bekommen die Grammys, für die auch die Fleet Foxes und Steve Earle nominiert waren! Etwas rührt Amerika an „Barton Hollow“, dem Debüt von The Civil Wars.

Williams und White singen darauf sehr reduzierten Country-Folk, der die Hörgewohnheiten von Nashville sehr gekonnt mit Songwriter-Traurigkeit und einer Spur Bürgerkriegsmusik mischt. Auf dem von Altmeister Charlie Peacock geschmackvoll in Szene gesetzten Album ist die gefällige Version jener Musik, die Robert Plant und Alison Krauss auf „Raising Sand“ sangen, freilich ohne die stilistischen Ausfallschritte. Und natürlich schwingt da etwas Aufregendes mit in den praktisch durchgehend zweistimmigen Gesängen – Williams und White sind beim gemeinsamen Musikmachen auf etwas Berührendes und Wahrhaftiges gestoßen. Etwas so Wahrhaftiges, dass Joy Williams ihre erfolgreiche Karriere als Solokünstlerin in der christlichen Musikszene (drei Alben, elf Dove-Awards) bis auf Weiteres ruhen lässt.

Die Magie der Stimmen, das gemeinsame Beben: Darauf verlassen sich Williams und White – und vergessen darüber manchmal, wirklich tiefgreifende Lieder zu komponieren. Die gab es im letzten Jahr von einem anderen Duo, das wie die Civil Wars in Nashville lebt: Gillian Welch und Dave Rawlings, deren Album „The Harrow & The Harvest“ natürlich eigentlich den Grammy hätte bekommen müssen.


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