Milli Vanillis Fab Morvan steigt aus Freedom-250-Konzert aus: „Es wurde zum Zirkus“

„Das ist nicht das, wofür ich unterschrieben habe“, sagt Morvan über den Gegenwind rund um das umstrittene Konzert.

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Fab Morvan von Milli Vanilli hat angekündigt, nicht bei der Great American State Fair im Rahmen des Freedom-250-Events aufzutreten – und ist damit der nächste Künstler, der sich von der umstrittenen Konzertreihe distanziert.

Am Montagabend (1. Juni) trat Morvan bei CNN auf, um zu erklären, warum er sich aus dem Lineup der Konzertreihe zurückzieht. Diese ist derzeit für den 25. Juni bis 10. Juli auf der National Mall in Washington D.C. geplant. Der Sänger, der Kritik an seiner Beteiligung an dem von Trump-Beauftragtem Keith Krach organisierten Event zunächst abgetan hatte, hat nun seine Meinung geändert und gibt zu, dass der Wirbel darum zu viel geworden sei. „Das ist nicht das, wofür ich unterschrieben habe“, sagte Morvan gegenüber CNN-Moderatorin Laura Coates – und ergänzte, man habe ihm anfangs versichert, das Konzert sei überparteilich, obwohl es widersprüchliche Berichte gab.

„Als ich sah, dass Young MC ausgestiegen ist, dachte ich: ‚Na ja, das ist seltsam … Was weiß er, was ich nicht weiß?‘ Das hat mich ein bisschen beunruhigt, und dann fingen die Leute einer nach dem anderen an zu gehen. Aber mir wurde von meinem Team gesagt, das wiederum von einem anderen Team gehört hatte: ‚Da ist nichts, keine politische Ausrichtung.‘ … Ich war dort, um die Menschen zu vereinen, sie auf eine Reise in die Vergangenheit mitzunehmen, das Leben zu feiern. Es war eine Art zu sagen: ‚Hey, ich bin noch hier, du bist noch hier. Lass uns gemeinsam eine gute Zeit haben.‘ Aber im Laufe der Woche wurde daraus ein Zirkus. Ich bin kein politischer Mensch, also hört es hier zuerst von mir: Ich nehme nicht an der Feier am 26. Juni teil.“

Morvans ursprüngliche Haltung

Morvan hatte zuvor seine Absicht bekundet, beim Freedom-250-Konzert aufzutreten, das er als Chance betrachtete, amerikanische Bürger durch Musik und Gemeinschaft zusammenzubringen. „Ich bin hier, um Menschen zu unterhalten und zu vereinen, nicht um sie zu spalten“, erklärte Morvan in einem Statement. „Lasst uns das Leben und die Musik feiern und eine Reise in die Vergangenheit unternehmen. Ich fühle mich geehrt, Teil der Great American State Fair zu sein, die gemeinsam mit so vielen anderen großartigen Künstlern den 250. Jahrestag Amerikas feiert. Ich freue mich darauf, euch diesen Sommer quer durch die USA wiederzusehen und endlich Milli-Vanilli-Songs live zu singen!“

Bevor er sich von dem Event zurückzog, gehörte Morvan zu den wenigen ursprünglich angekündigten Acts, die ihren Auftritt noch nicht abgesagt hatten.

Vanilla Ice, Schöpfer des 1990er-Hits „Ice Ice Baby“, hat den Gegenwind gegen das Konzert heruntergespielt und erklärt, er sei unpolitisch. „Wir feiern doch nur den Geburtstag unseres Landes. Was ist daran das große Problem? … Ich würde für jeden spielen“, bestand er darauf, ebenfalls am Montag (1. Juni) bei CNN.

Vanilla Ice bleibt dabei

Er fügte hinzu: „Ich würde auch für Bidens Familie spielen oder für wen auch immer. Das spielt keine Rolle.“ In einem Interview mit TMZ erklärte Ice, er habe „noch nie in meinem Leben gewählt“, und er würde für „Putin auftreten, für wen auch immer ihr wollt – ich würde in den Iran gehen. Egal.“

Rapper Flo Rida hat sich zu seiner Beteiligung am Freedom-250-Konzert bisher nicht geäußert. Ein Sprecher des Rappers antwortete nicht auf die Anfrage von ROLLING STONE, als das Lineup bekannt gegeben wurde.

Mehreren Acts zufolge hatten sie die Einladung aufzutreten zunächst angenommen, weil das Event als „überparteilich“ angekündigt worden war – zogen sich aber zurück, nachdem sie sich getäuscht fühlten. Young MC, Martina McBride, die Commodores, Bret Michaels sowie Morris Day and the Time gehören zu denen, die abgesagt haben.

Trumps Reaktion auf die Absagen

Am Wochenende bezeichnete Präsident Trump die abgesprungenen Künstler als „überbezahlte Sänger, die niemand hören will und deren Musik langweilig ist“ – und forderte die Veranstalter sogar auf, das Event zu „canceln“, da er es lieber durch eine Wahlkampfveranstaltung ersetzen würde. Außerdem deutete er an, selbst aufzutreten.

Preezy Brown schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil