The Cranberries Everybody Else Is Doing It, So Why Cant We?



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Die Tragik der Cranberries: Ihr Sound war bei Erscheinen schon gestrig, fast immer hinkten sie ihren Vorbildern hinterher. „Zombie“ klang wie ein dunkleres „Today“ der Smashing Pumpkins – und kam drei Jahre nach Grunge. Und das Debüt, „Everybody Else …“, wird überlagert von jenen Dream-Pop-Flächen, die 1993 nur noch von ihnen und den anderen Spätzündern, The Verve, ausgebreitet wurden.

Mit dem Engagement des Produzenten Stephen Street gelang den Iren zwar ein Coup. Sie durften sich dann aber auch nicht wundern, dass aus „I Will Always“ eine exakte Kopie des Smiths-Songs „I Know It’s Over“ wurde. Zumindest stimmte die Einstellung: Auf ihrem Erstling vereinte Dolores O’Riordans Band den Vorwärtsdrall des Punk mit Morrisseys Nachdenklichkeit. Und zumindest das Jodeln in „Linger“ gehörte ihr ganz allein.

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Die Extras dieses 4-Disc-Sets: Demos, Radio-Sessions und ein Konzert, präsentieren die Cranberries deutlich weniger poliert. Das Coverstück „(They Long To Be) Close To You“, die letzte Zugabe beim Cork-Rock-Auftritt, zeigt O’Riordan fast auf Augenhöhe mit Karen Carpenter. Und „Ode To My Family“ ist mit Blick auf den Tod der Sängerin ihr ­trauriges Vermächtnis. (­Universal)


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