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The Wave Pictures Brushes With Happiness


Aufnahmeprozesse nehmen viel Zeit in Anspruch, selbst bei Gitarrenbands. Mit „A Season In Hull“ bewiesen die Wave Pictures vor zwei Jahren, dass es auch anders geht. Die Köpfe voller Melodien, rein ins Studio, und an einem einzigen Tag wurde das gesamte Album live eingespielt. Auch „Brushes With Happiness“ ist so spontan und zügig entstanden, in einer Nacht im Januar, nur die Songtexte gab es schon. Die Band aus Wymeswold hat mehr denn je den Blues und die Mundharmonika, nimmt das Tempo raus und setzt einen Kontrapunkt in Moll.

Wie man den Blues spielt, ohne einen Blues zu spielen, sei laut Frontmann Dave Tattersall eine ihrer Kernfragen gewesen. Dieses Kunststück gelingt am makellosesten in „The Red Suitcase“ und „Volcano“, und es gelingt vor allem, weil sich die Wave Pictures auf ihre Stärke verlassen können: Sie sind perfekt aufeinander eingespielt. Ein schnelleres Partyalbum namens „Look Inside Your Heart“ soll übrigens noch in diesem Herbst folgen. Wie schön, wenn man ausnahmsweise alles haben kann! (Rough Trade)


Die besten Konzeptalben aller Zeiten: The Who - „Quadrophenia“

Der alles überwältigende Song kommt am Schluss. Regen prasselt, als die ersten Klavierakkorde zu „Love, Reign O’er Me“ einsetzen, dieser Sehnsuchtshymne adoleszenter Jugendlicher, zu der im Jahre später gedrehten Kinofilm (mit Sting!) der Held, ein Mod namens Jimmy, von der Klippe ins Open End springt und sein Scooter zerschellt, während er auf dem Doppelalbum mit einem Bötchen aufs Meer hinausrudert, was natürlich ein bisschen weniger offensichtlich ist. Für „Quadrophenia“ sprechen vor allem drei Argumente: Die Mod-Kultur, die schönste Jugendkultur aller Zeiten; ihre Musik (Northern Soul) war so hitzig wie ihre Tänze elegant und ihr Styling (Parkas, Ponys, enge Anzüge, Mädchen…
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