The Wave Pictures Brushes With Happiness

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Aufnahmeprozesse nehmen viel Zeit in Anspruch, selbst bei Gitarrenbands. Mit „A Season In Hull“ bewiesen die Wave Pictures vor zwei Jahren, dass es auch anders geht. Die Köpfe voller Melodien, rein ins Studio, und an einem einzigen Tag wurde das gesamte Album live eingespielt. Auch „Brushes With Happiness“ ist so spontan und zügig entstanden, in einer Nacht im Januar, nur die Songtexte gab es schon. Die Band aus Wymeswold hat mehr denn je den Blues und die Mundharmonika, nimmt das Tempo raus und setzt einen Kontrapunkt in Moll.

https://www.youtube.com/watch?v=Jbo4glUq2-o

Wie man den Blues spielt, ohne einen Blues zu spielen, sei laut Frontmann Dave Tattersall eine ihrer Kernfragen gewesen. Dieses Kunststück gelingt am makellosesten in „The Red Suitcase“ und „Volcano“, und es gelingt vor allem, weil sich die Wave Pictures auf ihre Stärke verlassen können: Sie sind perfekt aufeinander eingespielt. Ein schnelleres Partyalbum namens „Look Inside Your Heart“ soll übrigens noch in diesem Herbst folgen. Wie schön, wenn man ausnahmsweise alles haben kann! (Rough Trade)

Mr. E's Beautiful Blues: Alle Alben der Eels im Ranking und bewertet

12. Tomorrow Morning (2010) ★★★ Endlich erfasst ihn, den Trauerkloß, den an den eigenen Gefühlen verzweifelnden Waldschrat, doch noch etwas Glück. „Tomorrow Morning“ ist die kolibrileichte Platte, von der niemand angenommen hätte, dass sie jemals von den Eels kommen würde. Der Abschluss einer Trilogie über Himmel und Hölle der Liebe (mit den Vorgängern „Hombre Lobo“, 2009, „End Times“, 2010) schwebt mit „Spectacular Girl“ über den Wolken, labt sich an grausam redundanten Computersound-Experimenten („Baby Loves Me“) und überrascht mit sorgsam kompilierten Synthie-Beats, die an den Electro-Folk von Beck erinnern. Everett vielleicht sogar entspannt: „I Like The Way This Is Going“. Jetzt…
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