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The Wave Pictures City Forgiveness


Moshi Moshi/Rough Trade

Die gute alte Gitarrenband ist ja als Konzept so auserzählt wie sonst nur noch, sagen wir: Amerika. Da sind alle Mythen gesponnen, alle Lieder geschrieben und alle Pathosformeln ad nauseam wiederholt worden. Und trotzdem muss man „City Forgiveness“ hören, ein Doppelalbum (!), das die Wave Pictures unter dem Eindruck einer sechswöchigen US-Tour aufnahmen. Songwriter David Tattersall machte sich Notizen, während der Bus über endlose Highways rollte, das Haus von Hank Williams ansteuerte und das Buddy-Holly-Museum, das Grab von Billy The Kid und die Golden Gate Bridge.

Mit seiner quengeligen Jungsstimme singt er vom Mond und von gelben Rosen, von Sycamore Trees und Kornfeldern, spinnt Impressionismen wie der junge Dylan und erzählt schräge Geschichten wie Jonathan Richman auf den ersten beiden Modern-Lovers-Alben. Ein stream of consciousness, so weit, so lang und so tief wie der Mississippi. Und als Gitarrist ist er mindestens ebenso originell, spielt Blues, Rock’n’Roll und sogar Afrobeat, verneigt sich vor Rory Gallagher,

Neil Young und Jerry Garcia. Die Rhythmusgruppe aus Schlagzeuger Jonny Helm und Franic Rozycki am Bass bollert und rumpelt dazu wie die Tourbus-Reifen über den Highway, ein Free-Jazz-Saxofon schreit, eine Klarinette klezmert, ein verstimmtes Klavier klimpert. „City Forgiveness“ klingt wie ein kostbarer Fund aus der Zwei-Euro-Flohmarkt-Kiste, den man aus einem Cover mit Bierkringeln, Brandlöchern und Selbstgedrehten-Aroma birgt und auflegt, um in eine Zeit abzutauchen, als Gitarrenbands noch das Aufregendste auf der Welt waren.

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