Tom Petty And The Heartbreakers The Best Of Everything 1976–2016



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Dem Namen nach war es eine Band, die 1976 mit „American Girl“ auf den Plan trat, gleichermaßen befeuert von byrdsianischem Klingklang, tradierter Rock-Attitüde und beinahe noch jugendlichem Bravado. Eine Gruppe, die in der visuellen Außendarstellung indes nur als Randgruppe fungierte, denn auf den Plattencovern und Plakaten prangte meist nur der Sänger. Das setzt sich auch auf den kompilierten Wiederverwertungsmaßnahmen fort, zumal Tom Petty posthum noch mehr im Fokus medialer Aufmerksamkeit steht als zu Lebzeiten. Sein Konterfei schmückt mithin auch das Cover des aktuellen Boxsets, wie so oft unter dem Bandnamen.

„The Best Of Everything“ firmiert als „The Definitive Career Spanning Hits Collection“ und hebt auf die Singles ab, auf die Erfolgsnummern und Pettys persönliche Favoriten. Anders als das letztjährige Boxset, „An American Treasure“, dessen 60 Tracks auf sechs LPs vor allem Demos, Alternate Takes und Live-Cuts umfasst, darunter allerlei eher Marginales und Peripheres, werden die 38 Tracks auf vier LPs als die Essenz im Schaffen Tom Pettys angepriesen. Diskutabel sind solche Best-of-Postulate immer, doch ist hier manch mediokrer Track schlicht redundant, nicht nur die vier von Mudcrutch. Weniger wäre mehr, ­eine Doppel-LP mit 20 Tracks wohl das Optimum.

Anders als beim grob chronologisch geordneten Konvolut „An American Treasure“ richten sich die Tracks auf den acht LP-Seiten nicht nach einem erkennbaren Schema. LP 1 fällt gleich mit „Free Fallin’“ ins Haus, gefolgt von „Mary Jane’s Last Dance“, indes „American Girl“ sich auf LP 2 findet, zwischen „Refugee“ und dem Titelsong, einer überarbeiteten, um eine Strophe erweiterten, bläserverstärkten Version der ursprünglich auf „Southern Accents“ geparkten und schon ein wenig in Vergessenheit geratenen Ballade. Neben „The Best Of Everything“ animiert ein zweiter exklusiver Track zum Kauf: Ganz am Ende wendet sich „For Real“ mit autobiografisch deutbaren Sentenzen an Fans, an Komplettisten sowieso.

An der Ausstattung ist wenig auszusetzen, das Remastering ist gut austariert, die Pressung mehr als ordentlich. Das Design der individuellen LP-Cover ist schmucklos und eher sachlich, der Preis bleibt im Rahmen. Eine auf 1.000 Exemplare limitierte Auflage in durchsichtigem Vinyl wird ebenfalls offeriert und dürfte schnell vergriffen sein. Cameron Crowes Essay über den All-American Boy schließlich ist, nicht überraschend, sehr lesenswert. (Geffen)


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