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Vivek T. Tiwary/Andrew C. Robinson/ Kyle Baker Der fünfte Beatle


Panini


von

„Die Beatles veränderten unser Leben, Brian Epstein veränderte das ihre“, schreibt der ehemalige Stones-Manager Andrew Loog Oldham in seinem Geleitwort zu diesem schönen Band, der die Geschichte des Beatles-Managers als Graphic Novel erzählt. „Der fünfte Beatle“ beginnt an jenem Novemberabend 1961 im Cavern Club, als der 27-jährige Epstein seine späteren Schützlinge zum ersten Mal sah, und endet nach seinem Tod im August 1967 mit den trauernden Fabs beim Maharishi in Indien. Autor Tiwary fängt die Spontaneität und den Witz der jungen Beatles und den Charak-ter des smarten, aber von Selbstzweifeln geplagten Außenseiters Epstein wunderbar ein, doch vor allem ist die Umsetzung von Robinson und Baker zu loben, die diese Geschichte mit einem tollen Sinn für Atmosphäre und großer zeichnerischer Orginalität zum Leben erwecken. (Panini, 24,99 Euro)   


Jack Nicholson: Der Wolf von Hollywood

Das Wölfische ist seine Natur. Man sieht ihn mit verzerrtem, flammendem Gesicht auf den Filmplakaten: das Inbild des Irrsinns in "Shining", die Fratze des Jokers in "Batman", das diabolische Glühen in "Die Hexen von Eastwick", das Outrierte in "Besser geht's nicht" und noch bei "The Departed" und "Die Wutprobe". Ein Film heißt "Wolfsmilch", ein späterer "Wolf - Das Tier im Manne". Bob Rafelsons "Five Easy Pieces" (1970) hat den deutschen Verleihtitel "Ein Mann sucht sich selbst" - aber wahrscheinlich stimmt das für Jack Nicholson nicht: Der Trieb selbst treibt ihn, das Unbewusste und das Spiel, die Lust an der Erotik…
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