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Rewind Today

Heute vor zehn Jahren: Live 8-Konzerte für Schuldenerlass in Afrika


Und aus Live Aid wurde Live 8: Genau 20 Jahre nach den spektakulären Benefizkonzerten in London und Philadelphia organisierte Bob Geldof ein weiteres Musik-Event um auf die Hungersnot in Afrika aufmerksam zu machen.

1985 riefen Geldof und sein Kollege Midge Ure mittels der „Live Aid“-Auftritte zu Spenden für Afrika auf. Auch Live 8 am 2. Juli 2005 sollte den ärmsten afrikanischen Ländern helfen. Die Forderung: „Make Poverty History“ – „Macht Armut zur Vergangenheit“ war an die G8-Mitgliedstaaten adressiert (daher das Wortspiel mit der acht), deren Regierungsvertreter vom 6. bis 8. Juli in Gleneagles (Schottland) tagen würden.

Es ging um Stimmen und nicht um Spenden

In Gleneagles sollte über Schuldenerlass und Entwicklungshilfe für Afrika verhandelt werden; Geldof und sein diesmaliger Co-Organisator, U2-Sänger Bono, hofften mit den Konzerten Druck auf die Politik ausüben zu können. Am Ende übergab man den G8-Staatschefs eine Petition mit mehr als 24 Millionen Unterschriften. Anders als Live Aid galt Live 8 nicht als Veranstaltung um Spenden zu sammeln, sondern Stimmen. Geldof: „Wir wollen nicht Euer Geld, wir wollen Euren Namen!“

An elf Orten – London, Paris, Rom, Berlin, Philadelphia, Barrie/Toronto, Chiba, Johannesburg, Moskau, Cornwall, Edinburgh – auf vier Kontinenten traten an die 170 Bands und Künstler auf, darunter 21, die auch schon 1985 bei Live Aid dabei gewesen waren.

https://www.youtube.com/watch?v=QEyFsd1oig0

Am Ende wurden Bob Geldof statt der geforderten 25 Milliarden US-Dollar Finanzhilfe sogar 50 Millionen bewilligt, ebenso ein Teil-Schuldenerlass für die am meisten verschuldeten afrikanischen Länder. Jedoch wurde die Summe von den G8-Staaten mit bereits eingeplanter Entwicklungshilfe verrechnet, so dass die Summe weit geringer ausgefallen sein dürfte.

Kaum afrikanische Musiker dabei

Nicht alle waren zufrieden mit dem musikalischen Konzept von Live 8. Vor allem Peter Gabriel kritisierte die Live 8-Veranstalter wegen der ausgesuchten Künstler. Wie schon bei Live Aid 1985 seien zu viele westliche und zu wenige afrikanische Bands im Lineup der Konzerte vertreten.



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