Richard Curtis: „Tatsächlich … Liebe“ war Fiasko und Lehre zugleich

Ohne die Macken von „Tatsächlich… Liebe“ wäre aus dem neuen Animationsfilm „Ein klitzekleines Weihnachtswunder“ vielleicht nichts geworden.

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Richard Curtis hat offenbart, wie schwierig es gewesen sei den Film „Tatsächlich… Liebe“ zu schneiden. Doch die Liebeskomödie aus dem Jahr 2003 habe ihm eine Lektion beigebracht, die er nun für sein aktuelles Weihnachtsprojekt nutzen konnte.

„Tatsächlich… Liebe“ war zwischendurch ein Desaster

„Das Seltsame an ‚Love Actually‘ [dt. „Tatsächlich Liebe“] ist, dass es eine Katastrophe war, als wir den Film fertiggestellt hatten“, erzählte der Regisseur in einem Interview mit „IndieWire“ am 2. Dezember 2024.

Der Film in der Kritik:

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Denn der weihnachtliche Streifen, bei dem er Regie und Drehbuch führte, beinhaltet mehrere miteinander verwobene Erzählstränge und Charaktere. So Curtis weiter: „Es hat sechs Monate gedauert, ihn neu zu schneiden und all diese Lektionen darüber zu lernen, wie man eine Geschichte mit mehreren Handlungssträngen aufbaut.“

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Die Gefahr, das Publikum nicht abholen zu können

Der 68-Jährige fuhr fort: „Als ich ‚Love Actually‘ geschrieben habe und wir es uns durchgelesen haben, und es sich großartig anhörte, dachte ich, dass man wahrscheinlich ‚A, B, C, D, E, F, G‘ machen würde.“ Und: „Die Gefahr bei solchen Filmen besteht darin, dass man sich nicht auf eine der Geschichten einlässt und das Publikum sich nicht angesprochen fühlt, so dass man am Ende irgendwie ‚A, B, C, C, A‘ macht, also in die Geschichte einsteigt und dann eine Überraschung einführt und eine Geschichte früher als die anderen beendet.“

Eine Lektion für „Ein klitzekleines Weihnachtswunder“

Er habe viel über „die Komplexität des mehrstöckigen Aufbaus“ lernen müssen, um „Tatsächlich… Liebe“ vor einem Desaster retten zu können. Doch wie Curtis zudem sagte, habe sich diese Erfahrung einige Jahre später sehr gelohnt. So sagte er zu „IndieWire“: „Als wir [„Ein klitzekleines Weihnachtswunder“] drehten, hatte ich eine kleine Weisheit, die mir sagte: ‚Gerade wenn du anfängst, dich für [die Figur] Danny zu interessieren, verlässt du ihn. Tu das nicht. Bleib noch ein bisschen länger bei ihm, und wenn wir dann zu den Zwillingen gehen, bleib bei ihnen.‘ All das; ich denke, ich habe ein paar Lektionen gelernt.“

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Ein klitzekleines Weihnachtswunder“ ist ein britischer Animationsfilm, den man seit dem 4. Dezember 2024 auf Netflix streamen kann. Die Regie führte Simon Otto. Für das Drehbuch waren Curtis und Peter Souter verantwortlich. Übrigens basiert der Streifen auch auf Curtis’ Kinderbuch-Trilogie „That Christmas“ und vereint, genau wie „Tatsächlich… Liebe“ mehrere Geschichten in einem, die alle in der Küstenstadt Wellington-on-Sea während der Weihnachtszeit spielen.