ROLLING STONE Beach 2022: Vulkanische Eruptionen und der allererste RSB-Moshpit


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Es war ein seltsames Jahr nach einem seltsamen Jahr. 2021 fand der ROLLING STONE Beach mit Künstlern vorwiegend aus Deutschland statt. Es gab ein Sicherheitskonzept, es gab Begeisterung, es gab die Rückkehr zur Normalität.

Aber normal war es nicht. Ein so großes Festival, das in Innenräumen stattfindet, hatte natürlich Bedingungen. Und es war, bei allen Einschränkungen, erfolgreich.

RS Beach 2022 brauchte lange, um vorbereitet zu werden. Niemand wusste, was im Herbst sein würde. Die großen Open-Air-Festivals im Sommer fanden statt, Fanale der Freiheit. Hallenkonzerte fanden statt, ohne Masken.

Und nun das Festival an der Ostsee, ein seltenes, weil es in Innenräumen stattfindet. In dem großen Zelt, der Main Stage sozusagen, trat am Freitag der Songschreiber und Sänger Betterov auf. Vor wenigen Wochen wurde sein Debütalbum veröffentlicht – eines der erfolgreichsten überhaupt, obwohl Betterov erst einige Singles veröffentlicht hatte.

Betterov, geboren in Eisenach, vereint in erstaunlicher Weise das Berliner Lebensgefühl der Zugezogenen mit dem Gitarren-Sound der Smiths, wiewohl er erst Ende 20 ist. Schon einmal trat er als Novize beim Beach auf, damals noch ohne Album – und der berühmte Kollege Thees Uhlmann, der auch bei dem Festival war, besprach anschliessend seine Songtexte mit ihm. So erzählt Betterov es bei dem Konzert im Zelt, dem Auftakt zum RS Beach 2022. Betterov ist ein Emotionskünstler, ein Charismatiker. Die Gitarren schollern und brennen, und Betterov singt Deutsch als Sprache des Pop.

Und das Zelt ist voll wie in alten Zeiten.

Der Auftakt ist gemacht.

Betterov

Eine an beiden Seiten angesteckte Dynamitstange. Ein Laster geladen mit TNT, der mit Vollgas durch die Prärie brettert. Man mag viele Metaphern finden für das, was die australische Garagenpunk-Formation mit dem schlabbrigen Look und der nicht zu bändigenden Elektra am Mikrophon auf der Bühne veranstaltet. Derart viel Reibungsenergie ist trotz der vieljährigen Geschichte des Festivals selten im Baltic Room. Es wackeln die Wände und das Equipment, während Amy Taylor und ihre Band alias Amyl and the Sniffers am Freitagabend mit Feuereifer loslegen. Sie singt diese von beißender Ironie, Aussie-Proletenkultur und jugendlichem Elan vollgesogenen Songskizzen nicht, sie agiert sie im Nahkampf aus. Da wird geboxt, gesprungen, akrobatisch getanzt und nicht zuletzt viel geschwitzt.

Ihre Kollegen reißen sich schon nach dem zweiten Stück das Hemd vom Leib. Auch Taylor steht kurz vor Schluss nach 70 enervierenden, kaum zur Ruhe kommenden Minuten nur noch im BH auf den Brettern. „Freaks To The Front“ eben, wie einer ihrer Tracks heißt, die von AC/DC genauso viel mitnehmen wie von den Cosmic Psychos. Das ist dann auch mal einen echten Moshpit wert, deren Teilnehmer dann aber dennoch im Vergleich zur manischen Frontfrau Abzüge in der B-Note akzeptieren müssen. Manchmal fällt gar nicht auf, wie pointiert und harmoniegetrieben das Gitarrengeschrammel dieser Band oft ist, wie etwa bei „Guided By Angels“, das Motörhead Konkurrenz machen könnte. Alles ist auf eine wirklich gekonnte, pulsierende Art roh. Auch wenn der Gesang sich manchmal zum giftigen Rap verzieht, der kaum zu verstehen ist. Da kommen auch schon mal Nachfragen aus dem Publikum. Und Amy Taylor weiß um dieses Manko. „Whatever!“, lacht sie. Scheißegal – wie eine Dose schales, unbekömmliches Bier. Amyl And The Sniffers sind mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit ein einziger rauer, krachender Rausch. Eine nicht nur vulkanische Eruption. Kater danach nicht ausgeschlossen.

Amyl and the Sniffers

Midlake könnten auch eine Musikkarriere lang Songs von Bob Dylan covern. So wie am Freitagabend, als sie ihren Gig mit einer saftigen Variante von „I Shall Be Released“ ausklingen lassen. Es würde ihnen wohl niemand übel nehmen, auch nicht nach Originalität fragen – derart gekonnt und variantenreich ist das komplexe und vor allem sehr konzentrierte Zusammenspiel der Musiker. Das Stück kam schon 2014 zum Einsatz – und natürlich ist es für die Band aus Denton, Texas, keine Errungenschaft, nach einer langen Pause. 2012 war Sänger und Tim Smith ausgestiegen und wurde durch Eric Pulido ersetzt. Nach dem etwas zusammengestückelten „Antiphon“ gab es neun Jahre keine neue Platte.

„For The Sake Of Bethel Woods“ schloss dann in diesem Jahr zum immer etwas surreal anmutenden Psychedelic-Folk-Jazz-Rock der frühen Jahre auf. Oder wie auch immer man die nicht ganz so leicht zu definierenden, aber musikalisch stets aufregend daherkommenden Songs der Band bezeichnen will. Und dieser Sound kennt dank seiner multiinstrumentellen Perfektion und Softrock-Poesie im Grunde keine Grenzen, wie auch dieser Auftritt zeigt. Das liegt einerseits an der beneidenswerten inneren Ruhe der Protagonisten, die auf der Bühne als Musiker harmonieren wie aus einem Guss. Aber es mag auch damit zusammenhängen, dass die Band ihre manchmal abenteuerlich zusammen geschichtenen Songs (an diesem Abend ganz groß: „Roscoe“ und „Noble“) nicht nur mit einem epischen Atem ausstattet, sondern fast etwas zu akademisch beflissen Großtaten aus der Americana-Vergangenheit ausgräbt, neu zusammensetzt und mit buntem Licht bestrahlt.

So entsteht der unwiderstehliche Eindruck, dass hier etwas Neues passiert. Mit anderen Worten: Midlake sind 2022 noch genauso relevant wie zu Zeiten von „The Trials of Van Occupanther“ und „The Courage Of Others“.

Midlake

Selten geht man auf das Konzert einer Lieblingsband und hat keine Ahnung, worauf man sich einlässt. Bei Black Country, New Road – am frühen Freitagabend im Baltic Festsaal – war genau das der Fall. Anfang des Jahres hat der Sänger Isaac Wood die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen, ihr Programm haben die jungen Briten daraufhin völlig umgeschmissen. Das brandneue Material, noch nirgendwo veröffentlicht, konnte man am Freitag hören – und es reiht sich in ihr bisheriges fantastisches Werk nahtlos ein: Epische, dynamisch konstruierte Balladen, in denen sehr originell und berührend eine Post-Punk-Rhythmusgruppe auf Saxofon, Geige und Klavier trifft.

Black Country, New Road

Wood, der die ersten beiden Alben der Band mit seiner fragilen Stimme geprägt hat, wird von gleich drei Bandmitgliedern ersetzt, von der sanften tiefen Stimme des Saxofonisten Lewis Evans und den hellen, hohen Stimmen von Keyboarderin May Kershaw und Violinistin Georgia Ellery. Offensichtlich stürzt Woods Weggang die Band in keine Krise, sondern eröffnet nur das nächste Kapitel ihrer Geschichte. Man hätte dieser besonderen Band allerdings ein weniger unruhiges Publikum gewünscht. Die leisen Töne machten so keinen Spaß. Sehr schade!

Der Preis für das lauteste Konzert geht womöglich an Blood Red Shoes. Das Garagerock-Duo aus Brighton steht in der Tradition jener Zweier-Bands mit Farben im Namen, also den White Stripes und den Black Keys. Laura-Mary Carter und Steven Ansell haben mit „Ghosts On Tape“ unlängst ihre sechste Platte veröffentlicht und treten am Freitagabend im Zelt auf.  „It’s getting boring by the sea“ heißt einer ihrer Hits, und er ist wie geschaffen für den Weissenhäuser Strand – eben weil ihr Gig alles andere als langweilig ist, und sich hier garantiert keiner langweilt. Gut, dass es das Duo, um das es bis zu ihrem Comeback im vergangenen Jahr so still geworden war, noch gibt.

Blood Red Shoes

Eher freundliches Mitwippen hingegen bei Public Service Broadcasting im Zelt. Die ganz in weiß gekleidete und sich recht elegant zwischen Art-Rock und Dance-Pop bewegende Band beschäftigt sich auf Albumlänge mit Themen wie dem Kohlebergbau in Wales oder aktuell gerade mit den goldenen Zwanzigern in Berlin. Konzeptkunst with a beat und eingespielten Radiostimmen, die durch die meisten der Stücke flirren, was dem Ganzen einen Hörspielcharakter verleiht und mit der Zeit ein wenig nervt. Das britische Quartett groovt nett daher, aber auch auf gleichbleibender Temperatur, und am Ende spannungslos.

Public Service Broadcasting

Natürlich trägt Paul Smith einen Hut, sonst wäre er nicht Paul Smith. Außerdem ein weißes T-Shirt, auf dem in großen Lettern PEACE steht. Noch größer sind bloß die Lettern im Hintergrund der Bühne: MAXIMO PARK. Unbescheiden ist er nicht, und so springt der behütete Sänger mit ausladend theatralischen Gesten über die Bühne und auf die Monitorbox, während sein Band ihr Hit-Feuerwerk zum Besten gibt. Unterbrochen von Smiths launigen Ansagen, zum Beispiel dass die Briten von Idioten regiert würden, oder wie wehmütig ihm werde, wenn er zurückdenke, dass es schon 20 Jahre her ist, dass Maximo Park ihre Debutsingle veröffentlicht haben (die sie dann auch spielen), noch nicht auf dem coolen Warp-Label sondern superindie damals, bevor sie mit „A Certain Trigger“ zur Band der mittleren Nullerjahre wurden. Verdammt lange her. Und doch wirkt der Maximo-Park-Auftritt zum Abschluss des ersten Beach-Abends wie eine Reise zurück in die goldenen Jahre der zweiten Brittpop-Welle – das Publikum surft gerne mit.

Maximo Park

Zum Aufwachen am späten Samstagnachmittag ist die Musik von Drangsal genau das Richtige. Das Zelt füllt sich langsam, während Max Gruber mit seiner fünfköpfigen Band „Ein Lied geht nie kaputt“ anstimmt und dann gleich beim zweiten Song zum Tanzen auffordert. Das klappt nicht sofort so gut, aber der Sänger gibt unbeirrt alles. Er klettert das Gerüst hoch, haut sich selbst mit dem Mikro auf die Stirn, zuckt scheinbar unkontrolliert zu Trompete und Tamtam – der New-Wave-Pop von Drangsal ist schon eine Schau. Wie viele beim Festival kann auch Gruber den Tod von Kristof Schreuf, von dem wir alle am Vortag erfahren hatten, kaum fassen und widmet ihm „Love Me Or Leave Me Alone“. Es gibt allerdings auch lustige Momente. Wer hätte jemals so liebevoll sein Publikum mit „Ihr Läuse“ angeredet?

Zwischendurch streuen Drangsal noch „Blister In The Sun“ von den Violent Femmes ein, auch das klingt plötzlich überraschend wuchtig. Irgendwann steht Gruber nur noch im weißen Unterhemd da, entschuldigt sich für seine Emotionalität (nicht nötig) und lädt alle zum Eisbaden am nächsten Morgen ein. Dabei sind die Temperaturen doch gerade enorm gestiegen durch diesen energiegeladenen Auftritt, der fast ein bisschen kurz gerät. Nach „Schnuckel“ wäre noch Raum für ein, zwei weitere Hymnen gewesen.

Drangsal

„Ein bisschen wie Après Ski“, findet dann auch Konstantin Gropper von Get Well Soon am Samstagabend die Stimmung im Festsaal. Er hat damit aber gar kein Problem, sondern channelt die feierwütige Laune der Leute in eine energetische Performance, schweißtreibend und intensiv, mit House-Beats und Samba-Breakdowns. Vom melancholischen Barock-Pop, mit dem man ihn vor allem verbindet, ist das so weit entfernt wie das subtropische Badeparadies der Ferienanlage Weißenhäuser Strand von einem subtropischen Badeparadies. „Jetzt kommt erstmal etwas Nachdenkliches“, sagt Gropper an einem Punkt, „dafür sind wir ja berühmt. Naja, nicht berühmt. Sonst würden wir ja nicht hier spielen.“

Er meint es nicht böse, und niemand nimmt es ihm übel. Sie würden sich jedes Mal „wie Kinder“ freuen, wenn sie zum ROLLING STONE Beach fahren, sagt er. Nur ärgert er sich, dass sie diesmal zu wenig Zeit eingeplant haben, um in den Genuss des Erlebnisbads zu kommen. Einen Fehler, den Drangsal übrigens nicht gemacht haben. Die sind extra zwei Stunden früher angereist, um sich ein paar Runden mit der Turborutsche zu gönnen. Après Ski!

Get Well Soon

Ob Ride auch die Turborutsche genommen haben? Eher nicht. Einen nachdenklichen Spaziergang an der Ostsee bestimmt. Passend zu ihrem sehnsüchtigen Shoegaze-Sound und dem melancholisch-maritimen Cover ihres ersten Albums „Nowhere“. Das Highlight des Konzerts kommt von diesem Album: „Vapour Trail“, eine glorreiche Gitarrenwand, schwer und dicht und zugleich von triumphaler melodischer Lieblichkeit; Andy Bells Stimme schwebt wunderbar über dem Noise der Gitarren.

Ähnlich nach ihnen Teenage Fanclub: Die Gitarren sind mächtig, immer spielen zwei zugleich, die Melodien aber dringen durch. Es ist ein gemächliches Set, nicht unbedingt dynamisch. Aber wie viele gute Songs diese Band geschrieben hat! Einige ihrer schönsten – „Alcoholiday“, „Your Love Is The Place Where I Come From“ – spielt sie in dieser Samstagnacht.

Ride

Einige kurze Sätze der Verständigung murmeln sich die Musikerinnen auf der schmalen Bühne zu, dann sind sie am Samstagabend direkt drin im Sog ihres fluiden, versonnenen Sounds, in dem die Gitarren kühl zu fließen beginnen, das Keyboard sich nach Maßstäben einer noch unbetitelten Pop-Symphonie einmischt und immer wieder krachend das Schlagzeug dazwischenhämmert. Manchmal fragt man sich, wie all das zusammenpasst, was Goat Girl in etwas mehr als einer Stunde zusammenziehen. Die Band gilt zurecht als gar nicht mehr so kleine Indie-Sensation (wie es die Musikgeschichte so will, begleiteten sie The Fall bei ihrem Letzten Auftritt, bevor Mark E. Smith starb), entfernte Erbinnen von den Slits und vom Songwriting her in der Nähe von Warpaint.

Doch das Spektrum scheint zwischen Gothic Country, Postpunk und afrikanischen Beats einschüchtern offen. Ein wenig schüchtern hingegen kommt die Körpersprache der Frauen daher, obwohl es in ihren Songs rumpelt und rumort. Lottie Pendlebury singt kühl und traumverloren, manchmal gar abwesend. Bezwingend gerät das auf dem Debütalbum wesentlich zahmer daherkommende „Viper Fish“ an diesem Abend. Ins Publikum ergießen sich zig Male die Worte „Don’t shed a tear/We all feel shame, we all feel shame“. Ist das Hypnose? Ein Mantra? Suggestion? Die neueren Songs vom fabelhaften „On All Fours“ gehen schon etwas andere Wege, flackern, fallen auseinander, wirken lauter, greller, politisch direkter. Freilich auf eine sehr introvertierte Art. Dass all dies bei großem Vertrauen in die eigene Stärke noch auf einem Weg zu einer (wenn auch wahrscheinlich bewusst sehr biegsam gehaltenen) Form ist, beweist das kurz vor Schluss eingestreute „Country Sleaze“, das klingt, als sei es in einem düsteren, feuchten Kellerloch aufgenommen worden. Es handelt sich um die erste Single der Gruppe aus dem Jahr 2016.

Dass Goat Girl direkt danach mit dem kaum zu fassenden, extraterrestrischen, nach Stereolab greifenden „Sad Cowboy“ schließen und fast von der Bühne schleichen, bevor sich der Applaus wirklich entfalten kann, zeigt wohl am ehesten, dass die Band ein großes Versprechen auf eine noch größere Zukunft ist. Und davon selbst sympathischerweise noch gar nicht so viel ahnt.

Goat Girl

Der Kontrast könnte nicht krasser sein, als danach Chuck Ragan auf die Bühne stiefelt – allein mit Akustikgitarre und Mundharmonika, nur von einem Fiddler begleitet. Keine Show, nur Songs. Seine kratzige Stimme verleiht allen Stücken eine beeindruckende Dringlichkeit, er gibt prägnante Slogans aus wie „You Get What You Give“, doch ihm fehlen ein wenig die Entertainer-Qualitäten, die es braucht, um allein auf so einer großen Bühne zu bestehen. Vielleicht mal bei Billy Bragg nachfragen?

Nach einer Stunde sinkt die Aufmerksamkeits-Kurve jedenfalls etwas, so sympathisch der Mann aus Florida ist. Es sieht ein bisschen zu sehr nach angestrengter Schufterei aus, was er da macht – und prompt fordert er dann auch eine Runde Applaus ein „für die hart arbeitenden Leute beim Rolling-Stone-Beach“ ein – eine freundliche Geste, der alle gern nachkommen. Und dann ist es auch schon Zeit für die nächste Band.

Chuck Ragan

Eines der letzten Konzerte des Samstagabends spielte Jochen Distelmeyer im ihm vertrauten Baltic Saal – dort trat er vergangenes Jahr mit Blumfeld auf, diesmal präsentiert er als Solokünstler die Stücke seines neuen Albums „Gefühlte Wahrheiten“. Er evoziert Sade-Erotik („Tanz mit mir“), setzt dem Quark der Verschwörungstheoretiker bezaubernde Refrains entgegen („Zurück zu mir“) und appelliert an den Zusammenhalt derjenigen, die für das Gute eintreten – „Ich sing für Dich“. Dies ist auch seine erste Tour, auf der er durchgängig Akustikgitarre spielt; für den neu von ihm entdeckten Blues genau das Richtige. Als Bassist ist wieder Lars Precht engagiert worden – zuletzt bei Blumfeld während der „Verbotene Früchte“-Ära engagiert.

Jochen Distelmeyer

Natürlich, die Distelmeyer-Ansagen sind seit Jahren immer gleich, aber sie sind seit Jahren eben auch immer gleich aufrichtig: „Danke, meine Lieben“, „Ihr seid Spitze, lasst euch nichts anderes einreden“, „Kommt gut nach Hause“. Er besitzt die Souveränität eines Künstlers, dessen Backkatalog sich mittlerweile ausbreitet wie eine Romanreihe – dabei muss er keinen einzigen Song der ersten drei Blumfeld-Platten mehr spielen. „Graue Wolken“, „Eintragung ins Nichts“ (vom Publikum am härtesten abgefeiert) und „Wir sind frei“ regeln den Abend. Jochiboy hat seine Gemeinde im Griff und entlässt sie erst nach Mitternacht.

Line Tsoj
Martin von den Driesch
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Line Tsoj
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Line Tsoj
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Line Tsoj
Line Tsoj
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Martin von den Driesch
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