Highlight: Traurige Lieder: 20 legendäre melancholische Songs

Im neuen ROLLING STONE – CD Rare Trax: „The Best Of Simon & Garfunkel – Cover Versions“

Eigentlich kann man sich bei dem Versuch, sich mit einer Coverversion dem kunstvollen Songwriting und den perfekten Harmonien der Folkpop-Sensibilisten Paul Simon und Art Garfunkel zu nähern, nur blamieren. Wir haben für unsere „Rare Trax“ acht Interpretationen gefunden, die es dennoch schaffen, den Klassikern etwas Neues hinzuzufügen.

Manchmal ist der Kern der Vorlage noch klar erkennbar, wie etwa in „­Hazy Shade Of Winter“, gespielt von International Music. Der bereits 1966 als Sin­gle veröffentlichte Song, der zwei Jahre später auch auf „Bookends“ erschien, wird von dem Essener Trio ein paar Oktaven tiefer gelegt. Dunkel glimmender Neofolk zwischen Shoe­gaze und Arthur Lees Love. Weit sonniger lassen es Everything But The Girl mit „The Only Living Boy In New York“ angehen.

„The 59th Street Bridge Song (Feelin’ Groovy)“ so relaxt wie nie

Die zärtlichen Harmonien von Tracey Thorn und Ben Watt und der warme Akustiksound stehen der Simon-&-Garfunkel-Version vom Album „Bridge Over Troubled Water“ kaum nach. Ein Meisterstück der ätherischen Leichtigkeit und der sommerlichen Melancholie ist der Barockpop-Combo The Free Design schon 1967 auf ihrem Debütalbum, „­Kites Are Fun“, gelungen. So relaxt klingt „The 59th Street Bridge Song (Feelin’ Groovy)“ nicht mal auf dem nur ein Jahr zuvor erschienenen S&G-Album „Parsley, Sage, Rosemary And Thyme“.

Kooperation

Den Groove entdeckt das Duo Nieswandt & Kithahama, bestehend aus dem DJ und Produzenten Hans Nieswandt und dem Friedrich-Sunlight-Sänger Kenji Kitahama, in „So Long, Frank Lloyd Wright“. Einst ein auf Zehenspitzen von Folk zu Bossa nova tänzelndes Kleinod, gerät der Song hier zum pulsierenden Lounge-Track. Der australische Songschreiber Scott Matthew verlangsamt „Kathy’s Song“ zur Schmerzensode, inklusive dezenter Streicher. Damien Rice hätte es nicht inbrünstiger hinbekommen. Ganz auf pathetische Schnörkel verzichtet Jerry Leger bei „Homeward Bound“.

Zu akustischer Gitarre und der Mundharmonika von Ken Yoshioka rückt der Kanadier das Stück in die Nähe von Schmerzensmann Townes Van Zandt. „Mrs. Robinson“ gehört zweifellos zu den am meisten gecoverten S&G-Songs. Zu den weniger bekannten Versionen zählt die der britischen Jazzfunk-­Gruppe The James Taylor Quartet, ein herrlich verschwoftes Instrumental voll Hammondorgel-­Seligkeit. Den Reigen beschließt das gespenstisch schöne „St. Peter’s Keys All Bloody“ von David Tibets genialischer Experimentalband Current 93. In dem Stück verschränken sich Melodien und Textzeilen aus „The Sound Of Silence“ und „Scarborough Fair/Canticle“ zu einer dystopischen Tour de Force.


„Bohemian Rhapsody“ von Queen: die besten Videos und Cover-Versionen

Als Queen in den Rockfield Studios in Monmouth (Wales) mit den Aufnahmen für „Bohemian Rhapsody“ begannen, konnten sie nicht wissen, dass sie damit drei Wochen zubringen - und den wohl wichtigsten und einflussreichsten Song in ihrer Karriere produzieren würden. Freddie Mercury, der bereits 1968 erste Gedankenfragmente zu „Bohemian Rhapsody“ notierte, kam bereits mit einer Vorstellung des Liedes ins Studio und dirigierte die Band zu Höchstleistungen. Nicht unbedingt zu deren Wohlgefallen. Unter anderem sangen May, Mercury und Taylor ihre Gesangsparts bis zu 10 Stunden am Tag ein, was letztlich zu 180 verschiedenen Overdubs führte. Ein Rekord für die Ewigkeit. Natürlich gehört…
Weiterlesen
Zur Startseite