Rolling Stones: Keith Richards „Life“ ab heute als Buch und Hörbuch.

Den Rocklegendenstatus hat Keith Richards bekanntlich schon vor Jahren erreicht, nun wird er sich zudem noch den Titel „Bestsellerautor“ ans Revers heften können. Denn wenn man den medialen Wirbel, den seine Erinnerungen „Life“ ausgelöst haben, auf potentielle Verkäufe hochrechnet, kann das Buch einfach nur ein Kassenschlager werden. Umso schöner, dass es sich bei „Life“ nicht um einen mit heißer Nadel gestrickten Schnellschuss handelt. In unserer am Donnerstag erscheinenden Novemberausgabe konstatiert unser Autor und Stones-Experte Wolfgang Doebeling „Die Detailgenauigkeit von ‚Life‘, der als großes Medienereignis zelebrierten Autobiografie, erstaunt. Keef, wie er schon als Kind gerufen wurde, kann auf eigene Tagebucheintragungen zurückgreifen, sporadisch zwar nur, doch bilden sie ein leidlich stabiles Gerüst, an dem er seine Reminiszenzen befestigt. Er sei selbst verblüfft, dass es ihm gelungen sei, seinem löchrigen Gedächtnis so viele verloren geglaubte Erinnerungen abzuringen.“ Der Chefredakteur des US Rolling Stone meinte zu „Life“: „Nach Bob Dylans Biografie ist Richards Buch wahrscheinlich die beste Rock-Memoire, die je geschrieben wurde.“

Neben dem richtigen Umgang mit Drogen, dem wilden Tourleben, seinem Songwriting, seinen Liebschaften, seiner Jugend und seinen Gedanken zu Blues, Country und Punk wird natürlich auch Richards kreatives Verhältnis und seine Freundschaft zu Mick Jagger thematisiert. Wolfgang Doebeling bringt das sehr treffend auf den Punkt: „Keith lässt seitenweise kein gutes Haar an Mick Jagger – um ihn gleich darauf heilig zu sprechen.“

Parallel zur deutschen Buchversion, die heute im Heyne-Verlag erschienen ist, gibt es „Life“ auch als Hörbuch – gelesen von Trio-Stimme Stephan Remmler. Auf der Website von Random House Audio findet man weitere Informationen. Wir verlosen gemeinsam mit Random House Audio fünf Exemplare des Hörbuchs. Wer eines haben möchte, der schreibe eine Mail an verlosung@www.rollingstone.

Auf der Website des amerikanischen Radioverbundes NPR gibt es momentan ein ausführliches Interview mit Keith Richards. Viel Spaß damit:


Coldplay: Geschichte einer enttäuschten Liebe

Was ist nur aus dieser Band geworden, die einmal so treffend den „Trouble“ nach der verloren gegangenen Liebe besang, sich in die Gehirnwindungen eines Wissenschaftlers vergraben konnte, das erbarmungslose Verstreichen der Lebenszeit in eine grelle Klavier-Tanz-Nummer überführte und den Titel eines ihrer kürzesten und schönsten Songs dem goldenen Mantra eines Kultbuchs für Nerds und Studenten entlieh? Ich muss zugeben, dass ich an Coldplay verzweifle. Ich kann nicht begreifen, wie es möglich sein kann, dass vier doch recht begabte Typen, die einen Haufen unsterblicher Lieder geschrieben haben, plötzlich aufgehört haben, Musik zu machen. Oder wenigstens Musik, die berühren will. Wie sensibel…
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