Salman Rushdie bei Lesung in New York in Hals gestochen!


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Autor Salman Rushdie wurde am Freitag (12. August) bei einer Lesung in Chautauqua im US-Bundesstaat New York attackiert. Wie zuerst die Nachrichtenagentur „AP“ meldete, stürmte ein Mann auf Rushdie zu, schlug ihn und stach ihm dann, womöglich mit einem Messer, in den Hals. Auch der Interviewer wurde angegriffen, er erlitt eine Kopfverletzung. Der Täter sei am Freitag in der Veranstaltungshalle festgenommen worden, teilte die New Yorker Polizei mit. Der Angriff soll laut Augenzeugen 20 Sekunden gedauert haben.

Rushdie ging nach dem Angriff blutüberströmt zu Boden, erhielt aber augenblicklich Hilfe. Der 75-Jährige wurde sofort mit einem Helikopter in eine Klinik geflogen. Sein Gesundheitszustand blieb zunächst unklar.

Rushdies Werk wird von vielen Muslimen als blasphemisch betrachtet. „Die Satanischen Verse“, Rushdies bekanntestes Werk, wurde 1988 im Iran verboten. Der damalige iranische Führer Ayatollah Ruhollah Khomeini erließ eine Fatwa, forderte direkt zu seiner Tötung auf. Auf den Schriftsteller ist seit Jahren ein Kopfgeld von mehr als drei Millionen US-Dollar ausgesetzt.

Rushdie musste in der Vergangenheit mehrfach untertauchen und erhielt Polizeischutz. Zuletzt hatte die Fatwa aber keine Bedeutung mehr für ihn. Der Schriftsteller verbrachte die letzten Jahre ohne Bodyguards.