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Schauspieler und Dramatiker Sam Shepard ist tot

US-Schauspieler, Dramatiker und Pulitzer-Preisträger Sam Shepard ist am Sonntag im Alter von 73 Jahren verstorben. Das meldet „TMZ“ mit Bezug auf die Website Broadway World. Shepard litt in den letzten Jahren an der tückischen Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), soll aber im Kreise seiner Familie friedlich in seinem Anwesen in Kentucky eingeschlafen sein.

Sam Shepard, geboren 1943 in Fort Sheridan, Illinois, schrieb im Laufe seiner erstaunlichen Karriere mehr als 50 Stücke fürs Theater. 1979 erhielt er für „Vergrabenes Kind“ einen Pulitzer-Preis zugesprochen. Die Musikszene hatte es ihm früh in seinem Leben angetan: Shepard war Drummer in der Rockband Holy Modal Rounders, später trommelte er auch für Mick Jagger und hatte eine Affäre mit Patti Smith.

Sam Shepard und Wim Wenders

Auch als Autor fürs Kino machte sich der Amerikaner einen Namen. So entwickelte er das Drehbuch für Michelangelo Antonionis Hippie-Fantasie „Zabriskie Point“ und „Paris, Texas“ von Wim Wenders. Mit dem deutschen Filmemacher verband ihn eine lebenslange Freundschaft. Sam Shepard nahm auch zweimal selbst Platz auf dem Regiestuhl. 1994 inszenierte er mit „Schweigende Zunge“ den letzten Film mit River Phoenix.

Einem großen Publikum wurde Shepard aber vor allem als Schauspieler bekannt. 1978 debütierte er in einer kleinen Rolle für die große Leinwand in dem von Bob Dylan gedrehten „Renaldo and Clara“, an dem er selbst mitgeschrieben hatte. Im selben Jahr war er in Terrence Malicks „In der Glut des Südens“ zu sehen und wurde 1983 für „Der Stoff, aus dem Helden sind“ für den Oscar nominiert. Dem selbsterklärten Intellektuellen gelang ein bemerkenswerter Spagat zwischen Kunst- und Unterhaltungsfilm.

Sam Shepard als Howard Spence in einer Szene aus Wim Wenders' "Don't come knocking"
Sam Shepard als Howard Spence in einer Szene aus Wim Wenders‘ „Don’t come knocking“

Beeindruckend geriet vor allem seine Verkörperung des sich selbst entfremdeten Walter Faber in Wenders Interpretation von Max Frischs „Homo Faber“. Auch wenn die Qualität der Filme, in denen er mitspielte, zuweilen schwankte, blieb Shepard stets ein Ereignis, ein Versprechen auf Einsicht in eine Figur, die er scheinbar mühelos zum Leben erweckte.

dpa-Film UIP picture-alliance/ dpa


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