Schwarzenegger als Super-Bowl-Zeus: Auf der Electric Avenue zum Olymp


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Mit goldenen Lettern und düsterer Optik sehen sie aus wie Poster des nächsten Superhelden. Blockbuster, angesiedelt in der griechischen Mythologie. An vorderster Front Arnold Schwarzenegger als Zeus mit wallender Mähne und Brustpanzer. Als Göttin Hera blickt Salma Hayek in ferne Welten. Der deutsche Hollywood-Muskelmann Ralph Moeller schwingt als Poseidon den Dreizack. Ein Endkampf rund um den Olymp?

Doch diesmal geht es nicht um eine neue Marvel-Konkurrenz, sondern um das Werbeclip-Ereignis des Jahres. Mit der Super Bowl steht am Sonntag das Finale in der National Football League (NFL) an. Das Match gilt als größtes Einzelsportunternehmen der Welt, mit entsprechender Präsenz in TV und Web. In den Werbepausen zwischen den Spielzügen liefern sich große Marken traditionell ein kostspieliges Kreativ-Duell. Für 30 Sekunden Sendezeit gingen zuletzt rund fünf Millionen Dollar über den Tisch.

 

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Mittlerweile ist auch klar, wer hinter dem Götterspektakel steckt. Der Autohersteller BMW will mit Arnie und Co massiv auf seine neuen Electro-Modelle aufmerksam machen. In der Motorpresse wird die Marketing-Rückkehr zur Super Bowl nach sieben Jahren als Beginn einer E-Auto-Offensive der Münchener auf dem Heimmarkt von Tesla gewertet.

Die pompöse Götter-Optik wird in bereits veröffentlichten Filmchen ironisch gebrochen. In einem dieser Clips setzen sich Zeus und Hera im Rentner-Paradies Palm Springs zur Ruhe. Eine Mini-Version des geflügelten Myhos-Pferdes Pegasus ersetzt den Pudel. Und auch als Gott der Blitze hat Zeus so seine Schwierigkeiten mit der Mikrowelle. In einem anderen Teaser scheitert der Barista aus dem örtlichen Cafehaus daran, seinen Namen korrekt auszusprechen.

Am Ende steht eine göttliche Spritztour mit dem elektrischen BMX-SUV iX, im Firmenjargon „der Pionier eines neuen Zeitalters“. Auch hier bewiesen die Macher ihr Gespür für popkulturelle Verweise. Statt einem donnernden Walhalla-Track unterlegten sie die iX-Spritztour mit der 1982er-Reggae-Funk-Nummer „Electric Avenue“ des Briten Eddy Grant. Wie zufällig heißt dort in einer Textzeile: „GOOD GOD we gonna rock down to electric avenue…“

 

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