Sean Penn bekommt besonderen „Oscar“ in der Ukraine – statt bei den Academy Awards
Penn fehlte bei der Oscarverleihung – er war bei Selenskyj. Die Ukraine ehrte ihn mit einer Statue aus dem Metall eines zerstörten Eisenbahnwaggons.
Als Kieran Culkin bei der Oscarverleihung am Sonntag verkündete, dass Sean Penn den Oscar als Bester Nebendarsteller für seine Rolle als bedrohlicher Militärcolonel Steven J. Lockjaw in „One Battle After Another“ gewonnen hatte, war Penn nirgends zu sehen. Der Schauspieler hatte sich stattdessen für ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj entschieden – und damit die Hollywood-Gala links liegen lassen.
Der ukrainische Präsident veröffentlichte anschließend ein gemeinsames Foto auf X und schrieb dazu: „Sean, durch dich wissen wir, was ein wahrer Freund der Ukraine bedeutet. Du stehst seit dem ersten Tag des umfassenden Krieges an unserer Seite. Das gilt auch heute noch. Und wir wissen, dass du unserem Land und unserem Volk weiterhin beistehen wirst.“
Penn, der seit dem russischen Einmarsch 2022 viel Zeit in der Ukraine verbracht hat, wurde zudem von der staatlichen ukrainischen Eisenbahngesellschaft Ukrsalisnyzja geehrt. Die Bahn teilte auf X mit, dass sie wisse, dass der Schauspieler die Oscarverleihung verpasst habe – und ihm deshalb „einen eigenen“ überreicht habe: einen Oscar aus dem „Metall eines Eisenbahnwaggons, der durch russischen Beschuss beschädigt wurde“. Die Gesellschaft bezeichnete die Geste als „Symbol der Widerstandskraft“ und veröffentlichte ein Video, das zeigt, wie Penn die Statuette überreicht bekommt.
Penn und seine Ukraine-Verbundenheit
Penn, der bereits zwei weitere Oscars als Bester Hauptdarsteller gewonnen hat – für „Mystic River“ (2004) und „Milk“ (2009) –, hatte der Ukraine bei einem früheren Besuch eine seiner Trophäen überlassen. „Wenn du gewinnst, bring sie nach Malibu zurück“, sagte Penn damals zu Selenskyj. „Denn dann fühle ich mich viel besser, wenn ich weiß, dass ein Stück von mir hier ist.“
2023 veröffentlichten Penn und Regisseur Aaron Kaufman ihren Dokumentarfilm „Superpower“ über die Ukraine und Selenskyj inmitten des russischen Angriffskriegs.