So verteidigt Heino sein SS-Lieder-Geschenk

Als einer von 47 sogenannten „Heimatbotschaftern“ hatte Heino am Wochenende Ina Scharrenbach, der Ministerin für Heimat in Nordrhein-Westfalen, ein zunächst unscheinbar daherkommendes Geschenk gemacht. Er überreichte ihr beim ersten NRW-Heimatkongress am Wochenende in Münster eine Schallplatte mit Volksliedern („Die schönsten deutschen Heimat- und Vaterlandslieder“, aus dem Jahr 1981).

Doch unter den 24 Tracks befanden sich auch „Wenn alle untreu werden“ und „Flamme empor“. Beide Lieder tauchten einst in SS-Liederbüchern auf und sind daher schon seit langer Zeit verfemt.

„Die Lieder können doch nichts dafür…“

Heino wehrt sich nun gegen die Kritik an seinem vergifteten Geschenk. „Wenn man danach sucht, findet man immer ein Lied, das missbraucht worden ist“, sagte der Sänger der „Bild“. „Die Lieder können doch nichts dafür, wenn sie instrumentalisiert worden sind.“ Heinos Ehefrau Hannelore hatte die „Rarität“ eigens aus dem Keller herausgesucht, um ein besonderes Geschenk zu überreichen. Sie empfindet die Diskussion wie ihr Mann als beschämend, wie sie der Zeitung übermittelte: „Was jetzt passiert, ist ungerecht.“

„Wenn alle untreu werden“ stammt ursprünglich aus dem Jahr 1814, wurde allerdings von der SS genauso wie „Flamme empor“ in ein Liederbuch zur eigenen Erbauung hinterlegt. Heino erklärte dazu, dass er sich nicht daran erinnern könne, welche Strophen des Songs er damals aufgenommen habe. Er will aber eigens Historiker dazu befragt haben.

Heino hatte schon öfter Nazi-Ärger

Das Heimatminitsrium Nordrhein-Westfalens erklärte unterdessen, dass man das Geschenk Heinos zuvor nicht auf politische Korrektheit überprüft habe. Das überrascht insofern, als dass Heino schon öfter mit eher unkritischen Äußerungen zur deutschen (Musik-)Vergangenheit aufgefallen ist.

1993 nahm Heino alle drei Strophen des „Deutschlandlieds“ auf – dazu auch „Deutschland, Deutschland über alles.“ Im Jahr 2013 zitierte der 79-Jährige in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ einen Satz aus Adolf Hitlers Reichsparteitagsrede (1935). Befragt zu seiner neuesten Platte sagte er: „Wenn ich jetzt umfalle und bin tot, dann ist es das letzte Album gewesen. Das weiß man nicht. Aber noch bin ich ja hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder und flink wie ein Windhund.“ Hitler hatte in der Rede von einer nationalsozialistisch herangezogenen Herrenrasse gesprochen, die „schlank und rank“ sein sollte, dazu „flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl“.



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