Logo Daheim Dabei Konzerte

Montag: Alex Benjamin, Winona Oak

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Tage
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden
Spezial-Abo

So was das PLUS 2012: Pandas und Sumpfmenschen

Darf man als Musikjournalist noch Fan sein? Kann man als Fan noch objektiv und sachlich berichten? Diese Fragen mag sich so mancher häufiger stellen, besonders vor Festivals und Konzerten, auf die sich der Betreffende schon lange freut. So auch beim diesjährigen Prima Leben und Stereo bei Freising.

Vierzehn Bands bespielten das Gelände am Vöttinger Weiher am 3. und 4. August, bei strahlendem Sonnenschein und drückender Hitze. Dabei schien es zunächst, als fiele das Festival ins Wasser: Am Donnerstagabend begrüßte ein zünftiges Gewitter mit Hagel und kräftigen Windböen die ersten, bereits angereisten Festivalbesucher. Doch nach einer nasskalten Nacht erwachte Vötting unter gräulichen Wolken, die im Laufe des Tages einem blau-weißen Himmel wichen. Dennoch hatte sich gerade auf dem Campingplatz eine gigantische Schlammgrube ausgebreitet, die unbedarfte Camper in dunkelbraune Sumpfmenschen verwandelten.

Während sich einige Festivalbesucher noch im Weiher tummelten, baute die erste Band, Nerd On Promnight bereits ihre Instrumente auf. Als diese um 15.30 Uhr dann das Festival eröffneten, brachten sie mit ihrem vielseitigen, Placebo-angehauchten Rock die noch spärliche Zuschauermenge zum Hüpfen. Den Münchnern, die zum großen Teil klangen, als stammten sie vom Soundtrack einer amerikanischen Teenie-Komödie, folgten die jungen Herren von Pandoras Box. Diese sorgten mit ihrem post-rock-artigen Songstrukturen und Trommelrhythmen, die stark an Radiohead denken ließen, für die erste angenehme Überraschung des Festivals. Zwar floss in den Texten der Band eine gehörige Portion Pathos mit, stimmte den Zuhörer aber schon einmal auf The Notwist am folgenden Abend ein.

Vierkanttretlager aus Husum sollten Pandoras Box eigentlich folgen, mussten wegen einer Mandelentzündung des Sängers Max Leßmann leider absagen. Eingesprungen waren Mega! Mega! aus Berlin, die mit ihrem deutschen Rock im Stile der Hamburger Band Fotos und den Chemnitzern von Kraftklub die Menge anheizte.

Nach ihnen durfte die Band Auletta das Zepter in die Hand nehmen. Der Bereich vor der Bühne wurde nun vom Publikum schon fast vollständig besetzt –die Mainzer erinnerten mit ihrem deutschen Indie-Rock teils an die Sportfreunde Stiller, teils an Slut. Abgeschlossen wurde die Setlist von dem Fifa-2010-Song „Meine Stadt“, der bei untergehender Sonne und großen Applaus verhallte.



Diese Abenteuerfilme müssen Sie gesehen haben

Wie definiert man einen Abenteuerfilm? Klar, atemberaubende Landschaften sollten das Auge reizen, möglichst fremde Dschungel sich an längst zerfallenen Tempeln entlangranken. Der Protagonist begibt sich auf eine lange Reise, stapft durch den ein oder anderen Sumpf oder jagt sein ganz persönliches Objekt der Begierde. Abenteuerfilme kamen schon lange vor unserer Zeit auf. Der Höhepunkt einäugiger Piraten, die fremde Schiffe kapern, und maskierter Banditen, die mit Mantel und Degen gegen Tyrannen kämpfen, liegt bereits über 80 Jahre in der Vergangenheit. Trotzdem lassen uns die (zum Leid vieler feministisch eingestellter Filmliebhaber*innen meistens männlichen) Helden auch heute noch nicht locker. Deshalb präsentieren wir…
Weiterlesen
Zur Startseite