Rolling Stone Weekender Session: Ed Sheeran spielt „The A Team“


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Denkt man an den Rücksitz eines Autos – nun ja – so hat wohl jeder seine ganz eigene Erinnerung. Auch Ed Sheeran hat sie. Unser britischer Durchstarter erzählte erst kürzlich gegenüber seinem Label, dass er auf dem Rücksitz seiner Eltern… zur Musik kam! Auf der täglichen Route von Suffolk  nach London und zurück, machten Bob Dylan und Van Morrison dem kleinen Jungen, der davon träumte Zugfahrer zu werden, einen Strich durch die Rechnung. Statt dem „TUUUT“ eines angehenden Schaffners, machte Ed Sheeran nun weitaus mehr als nur Geräusche: Er fing an zu singen.

Was sich mit elf Jahren festigte, ausbaute, komponierte und mit der Gitarre komplettierte, fegt nun um den Globus, um mit Alltagsgeschichten den Alltag für kurze Zeit mal abzuschalten. Die prägenden Erlebnisse der letzten fünf Jahre addierte er und fasste sie mit einem „+“ zusammen – seinem Debüt-Album – denn „Musik ist Therapie“, sagt Ed Sheeran, „es geht darum Sachen zu verarbeiten, mit ihnen fertig zu werden, um sie dann auch wieder vergessen zu können“. 

Und so spielte er – erst in London, dann in L.A. und jetzt auch bald bei uns. Anfang März nächsten Jahres wird Ed Sheeran für drei Konzerte nach Berlin (05.03.), Hamburg (06.03.) und München (08.03.) kommen, denn am 10.02.2012 erscheint das gefeierte Album „+“ auch hierzulande. Zwar einen Monat später als geplant, aber mit einem Terminkalender seitens Sheeran, der ein bisschen Zeit für seine deutschen Hörer einräumt. Immerhin spielte der britische Newcomer im letzten Jahr weit mehr als 300 Konzerte.

Hier noch einmal der Clip von „The A Team“ – von einem Ed Sheeran, der immer seinen Plan A verfolgte, denn wie er selbst sagt: „Wenn du willst das Plan A funktioniert, darf es keinen Plan B geben.“

Auch wenn Ed Sheeran seinen Charakter als mal ruhig, mal leise beschreibt, mit einem Humor, der irgendwie nicht richtig zündet, so kann er doch auch mal meckern, belehren und mit dem Finger auf jemanden zeigen. So in seinem Song „You Need Me, I Don’t Need You“, in dem er textlich gegen die Musikindustrie schießt. „Ich bin doch kein eigenständiger Künstler geworden, um andere zu kopieren. Diese Musikindustrie hat doch echt keinen Plan – größtenfalls verwirrte Leute“. Hier das Video zu „You Need Me, I Don’t Need You“.

Dass Ed Sheeran das Live-Spielen mag und es ihm schnurzpiepegal ist, wieviele Leute dabei vor ihm stehen, bewies er gerade erst auf unserem Rolling Stone Weekender, als er spontan für unsere ROLLING STONE-Sessions ein kleines Küchenkonzert zum Besten gab.