RTL, lasst es sein – das wird nichts mehr mit Stefan Raab
Auch auf dem neuen Sendeplatz sind die Einschaltquoten für die „Stefan Rabb Show“ verheerend.
Wie man auch immer zum TV-Comeback von Stefan Raab stehen möchte, seine wöchentlichen Auftritte wollen einfach nicht zünden.
Nachdem die „Stefan Raab Show“ zuletzt in der Prime Time um 20:15 Uhr baden ging, hat RTL das Ruder rumgerissen und seinem Entertainer den Weg zurück in die Late Night geebnet. Am Donnerstag (12. Februar) lief nach einigen Dschungelcamp-Spezialausgaben die erste Nummer am späten Abend um 22:45 Uhr.
Die Einschaltquoten für diese erneute Premiere der Sendung sind, freundlich gesagt, ernüchternd. Lediglich 370.000 Zuschauer schalteten insgesamt ein. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen gab es einen Marktanteil von gerade einmal 4,1 Prozent. Beim Gesamtpublikum waren es miese 2,9 Prozent. Und noch bitterer: Selbst das anschließende „RTL Nachtjournal“ hatte bessere Markanteile in der Zielgruppe (6,1 Prozent) und beim Gesamtpublikum (5,0 Prozent)
Allerdings brachte es die Vorgängershow „Mario Barth präsentiert: Die größten Stars der Comedy“ um 20:15 Uhr bei den 14-49-Jährigen ebenfalls nur auf jämmerliche 4,2 Prozent.
Wie viel Geduld hat RTL mit Stefan Raab?
Das hatte man sich in Köln bei RTL sicherlich anders vorgestellt. Die Hoffnung war groß, mit neuen Sendezeiten (eine weitere wöchentliche Folge der „Stefan Raab Show“ läuft exklusiv bei RTL+) aus dem Quotenloch zu kommen und dem teuer eingekauften Raab die Bühne zu geben, die er für sich selbst gerne reklamiert.
Dem Publikum scheint zumindest aufzufallen, dass seine neue Sendung nur in den besten Momenten an das „TV Total“-Feeling heranreicht und in den schlechteren eine unlustige Resterampe für TV- und Netzclips ist, die nur noch getoppt wird von den offenbar nicht mit Comedy-Feinbesteck zusammengeschusterten Zoten von Raab.
Womöglich wird man bei RTL die Übertragung der Olympischen Winterspiele als Konkurrenz noch mit einbeziehen. Aber dieses Thema ist in spätestens zwei Wochen auch abgeräumt. Dann muss Stefan Raab zeigen, dass er nicht nur mit schrägen Samstagabendsausen (demnächst ein Quiz mit Barbara Schöneberger!) punkten kann.