Highlight: Überfälle, Ratten, Hipster – Urlaubstipps per Fernsehserie

Synchronisationen: Besser als ihr Ruf!

Es gibt wenig, das mehr nervt als all die Schnösel, die behaupten, man müsse Filme und Fernsehserien grundsätzlich im Original anschauen. Ich bin ja schon ein guter Kunde bei iTunes und Watchever und im DVD-Laden, aber darf ich jetzt all die Serien, die ich nicht kaufen will, nicht mehr anschauen, weil sie im sogenannten „Free-TV“ in der deutschen Synchronisation gezeigt werden? Papperlapapp. Bei seichten Krimis wie „The Glades“ oder netten Sitcoms wie „2 Broke Girls“ ist es ziemlich egal, ob die eine oder andere Redewendung etwas steif übersetzt wurde. Manchmal will man sich einfach ein bisschen unterhalten lassen, das muss doch auch mal erlaubt sein nach einem langen Tag.

Natürlich ist es schwer, das „Abso-fucking-lutely!“ von Mr. Big in „Sex And The City“ zu übersetzen. „Verdammte Scheiße, aber ja!“ hat einfach keinen rechten Zug. Aber hätten wir wirklich all die großartigen Sätze von Tony Soprano im genuschelten Italoamerikanisch verstanden? Ohne doch auf die Untertitel zu schielen und dabei sein Gesicht zu verpassen? Gerade bei starken Akzenten muss man sich manchmal schon ein bisschen anstrengen – wenngleich es natürlich ein großer Spaß ist, mitzuerleben, wie die Kanadierin Anna Paquin den perfekten Südstaaten-Drawl hinbekommt. Die Synchronisation von „True Blood“ ist aber trotzdem gut – und dass die Stimme von Eric Northman, dem beeindruckendsten aller Vampire, zu Julien Haggége gehört, der einst „Beavis“ eindeutschte, bringt mich immer wieder zum Lachen. Oder „Grey‘s Anatomy“: Im Original klingt Dr. Mark Sloan (Eric Dane) gar nicht so sexy, wie er aussieht – da ist ihm Sychronsprecher David Nathan eindeutig überlegen.

Ein Typ wie Tilo Schmitz schafft es sogar, den einzigartigen Ron Perlman („Sons Of Anarchy“) einigermaßen originalgetreu nachzusprechen – vielleicht die schwierigste Aufgabe von allen. Oder meistert die doch Benjamin Völz, der mit dem Timing und dem Tempo von Charlie Sheen mitkommen muss? Susanna Bonaséwicz, die es einst mit Fran Dreschers Kreischorgan in „Die Nanny“ aufnehmen musste? Klaus-Dieter Klebsch, dessen „Dr. House“-Stimme Hugh Laurie höchstpersönlich als „sehr männlich“ gelobt hat?

Heute abend kommt „Revenge“, die fiese Victoria Grayson (Madeleine Stowe) spricht Elisabeth Günther. Sie überzeugte schon als Amy Brennemans deutsche Stimme in „Für alle Fälle Amy“ und „Private Practice“, die von Elizabeth Perkins in „Hercules“ und Zylonin Nummer Sechs in „Battlestar Galactica“. Wenn das kein faszinierendes Spektrum ist.


So wurde Discogs zur größten Plattenbörse der Welt

Vor 16 Jahren pflegte ein schüchterner Informatiker seine Plattensammlung in eine Datenbank ein, die er selbst programmiert hatte. Heute ist aus dem Hobby die größte Tauschbörse für Vinyl im Internet geworden – und die größte Musikinformationsquelle der Welt, noch vor Wikipedia oder AllMusic. Der Informatiker heißt Kevin Lewandowski, damals ist er 25, hört Miles-Davis- und Deep-House-Platten, isst jeden Abend Pizza, während er an einer neuen Website werkelt. Die heißt Discogs. Allein im vergangen Monat besuchten 6,8 Millio­nen Menschen Lewandowskis Seite im Internet. Es gibt über drei Millionen registrierte Nutzer, die Seite wird im Jahr Hunderte Millionen Mal aufgerufen. Mehr als 300.000 Menschen haben ihr…
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